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Zum Auftakt der Lesenacht ging es für die jungen Teilnehmer in den Kirchwald zum Kistenklettern. Foto: sel
Zum Auftakt der Lesenacht ging es für die jungen Teilnehmer in den Kirchwald zum Kistenklettern. Foto: sel

Erste Lesenacht in Adendorfer Bücherei voller Erfolg

sel Adendorf. Es ist stockfinster auf dem Adendorfer Sportplatz. Mitten in der Nacht. Man kann die eigene Hand nicht vor Augen sehen, bestenfalls erahnen. Trotzdem oder gerade deshalb gilt es, eine knifflige Aufgabe zu meistern: dreimal Wasser in Gläser umfüllen und dabei möglichst wenig verschütten. 17 Adendorfer Kinder und Jugendliche im Alter zwischen elf und 14 Jahren stellen sich dieser Herausforderung und weiteren schwierigen, verrückten und lustigen Aufgaben bei der Lesenacht, die die Adendorfer Bücherei von Freitag auf Sonnabend erstmals durchführte. Bereits eine Woche zuvor wurde für die Acht- bis Zehnjährigen eine Lesenacht angeboten 20 Kinder machten dabei mit.

Die nächtlichen Spiele auf dem Sportplatz sind Teil des „Actionbound“, das die Teilnehmer ab 22.45 Uhr für gut zwei Stunden durch den Ort führte. „Früher hätte man Schnitzeljagd dazu gesagt“, erklärt Dörte Christensen, die stellvertretende Büchereileiterin. Gemeinsam mit David Schomburg hat sie das abwechslungsreiche Programm ausgetüftelt. Geocaching, Lichtfotografie in absoluter Dunkelheit und Achtung „spooky“ Selfies am Friedhof gehörten dazu. „Dabei sind witzige Fotos herausgekommen“, erzählt Christensen. „Allerdings nicht auf, sondern vor dem Friedhof“, versichert sie lachend.

Zum Auftakt ging es in den Kirchwald zum Kistenklettern. Dort warteten Kay Retzlaff und Julian König vom Lüneburger Kraftwerk, um die nötige Hilfestellung und vor allem Absicherung zu stellen. Und dann ging es für die 17 jungen, sportlichen Abenteurer möglichst hoch hinauf Richtung Baumwipfel Kiste für Kiste wurde aufeinander gestapelt, frei schwebend und ohne Stütze, nur durch ein Seil gesichert. Eine wackelige Angelegenheit, da Waldboden bekanntermaßen zu Unebenheit neigt.

Nach Abendessen, Actionbound und Lichtfotografie ging es in tiefster Nacht zurück zur Bücherei am Rathausplatz, zum „Bookcasting“. Sechs Buchneuerscheinungen wurden auf besonders originelle Weise vorgestellt. „Ich lese aus jedem Buch exakt drei Minuten vor. Anschließend vergeben die Jugendlichen bis zu drei Punkte für ihre drei Favoriten, sodass ein Ranking entsteht“, erklärt die Medienpädagogin. Die Lesenacht, in der Schlaf keine Rolle spielte, kam super an bei den jungen Leuten. „Das war so cool. Hoffentlich gibts das nächstes Jahr wieder“, wünschen sich Sven und Paul.