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Für schnellere Internetanschlüsse in Amelinghausen zogen David Abendroth (v.l.) und Helmut Völker von der Samtgemeinde mit den Bürgermeistern Rainer Mühlhausen und Jürgen Rund sowie LüneCom-Geschäftsführer Norbert Hill an einem Strang. Foto: t&w
Für schnellere Internetanschlüsse in Amelinghausen zogen David Abendroth (v.l.) und Helmut Völker von der Samtgemeinde mit den Bürgermeistern Rainer Mühlhausen und Jürgen Rund sowie LüneCom-Geschäftsführer Norbert Hill an einem Strang. Foto: t&w

Heidjer Vorreiter bei Breitbandnetz

dth Rehlingen/Oldendorf. Nach der Gemeinde Soderstorf hat die Samtgemeinde Amelinghausen nach drei Jahren mit ihrer „Breitband-Offensive“ jetzt auch ihre Mitgliedsgemeinden Rehlingen und Oldendorf/Luhe mit Glasfasertechnik versorgt. „Bundesweit gibt es nur wenige Kommunen in ländlichen Regionen, die so intensiv in den Breitbandausbau investieren“, sagt selbstbewusst Amelinghausens Samtgemeindebürgermeister Helmut Völker. Diese Botschaft ist auch in der Landeshauptstadt angekommen: Zum offiziellen Netzstart am Mittwoch, 9. Oktober, auf dem Rehrhof würdigte Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) das „vorbildliche Engagement“ der Heidjer.

Die Breitbandversorgung sei mittlerweile „Teil der Grundversorgung, ohne die sich Bau- und Gewerbegebiete nicht mehr vermarkten lassen“, sagte Minister Lies und lobte die Kooperation in Amelinghausen von Samtgemeinde, Mitgliedsgemeinden sowie dem Lüneburger Unternehmen LüneCom als Partner.

Insgesamt wurden in den vergangenen Monaten 22 Kilometer Kabeltrasse und mehrere Hundert Kilometer Glasfaser in den beiden Kommunen verlegt – verteilt auf insgesamt acht Dörfer auf einer Fläche von rund 66 Quadratkilometern (Rehlingen) beziehungsweise rund 33 Quadratkilometern (Oldendorf/Luhe). Ähnlich wie in Soderstorf wurden die neuen Hauptzuleitungen in Rehlingen und Oldendorf via Glasfaser realisiert, „die letzte Meile“ in der Regel aber über langsamere Kupferleitungen. Dennoch sind dort laut Betreiber LüneCom bis zu 50 MegaBit Download-Geschwindigkeit möglich – bis zu 25-mal schneller als bisher. Profitieren können davon mehr als 1000 Haushalte und rund 130 Gewerbebetriebe. Doch der Zuspruch war zunächst nicht so groß, wie erhofft. Dabei hatte die Samtgemeinde über Monate mit Plakaten, Info-Flyern bis hin zur eigenen Facebook-Gruppe mit dem Titel „Von der Steinzeit in die Zukunft“ um Kunden geworben.

Ursprünglich hatte die Samtgemeinde als Projektträger darauf gesetzt, im Vorfeld von Einwohnern und Betrieben mehr als 438 Vorverträge einsammeln zu können, um die Wirtschaftlichkeit des Projektes zu gewährleisten. Tatsächlich wurden jedoch nur rund 250 Vorverträge abgeschlossen. Daher hält die Samtgemeinde weitere 50 000 Euro als Reserve vor. Helmut Völker: „Wir hoffen immer noch auf weitere Kunden, die das neue Angebot nutzen wollen.“