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Im Rahmen des DLRG-Neujahrsempfangs in der Amelinghausener Lopautalhalle ehrte der Bezirk Nordheide gestern 93 Helfer für ihren Einsatz während des Rekordhochwassers 2013 an der Elbe. Foto: t&w
Im Rahmen des DLRG-Neujahrsempfangs in der Amelinghausener Lopautalhalle ehrte der Bezirk Nordheide gestern 93 Helfer für ihren Einsatz während des Rekordhochwassers 2013 an der Elbe. Foto: t&w

Ehrung für Fluthelfer der DLRG

dth Amelinghausen. Um die Deiche vor gefährlichem Treibgut zu schützen, bargen die Einsatzkräfte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) des Bezirks Nordheide während des Elbe-Rekordhochwassers 2013 rund 700 Kubikmeter Treibholz. Sie arbeiteten tatkräftig Hand in Hand mit anderen Helfer von Feuerwehr, THW bis Bundeswehr zusammen. Im Rahmen des Neujahrsempfangs gestern in der Lopautalhalle Amelinghausen ehrte der DLRG-Bezirk vor 200 Gästen 93 Einsatzkräfte aus den Landkreisen Lüneburg und Harburg für ihren unermüdlichen Einsatz an der Elbe. Seinen Dank drückte stellvertretend auch Lüneburgs Landrat Manfred Nahrstedt aus, der gleichwohl Kritik seitens der DLRG-Bezirksführung einstecken musste.

Bezirksleiter Matthias Groth sagte: „Oft fallen positive Worte zum Ehrenamt und überall wird auf allen politischen und Verwaltungsebenen die ehrenamtliche Tätigkeit begrüßt“. Und dann fügte Groth einen Appell an alle Politiker an: „Lasst den Worten auch Taten folgen und unterstützt unsere ehrenamtliche Hilfsorganisationen in allen Bereichen.“ Zuvor hatte Groth noch bemängelt, dass der ­DLRG-Bezirk an mancher Stelle die Unterstützung des Kreises Lüneburg vermisse, so erhalte die DLRG vom Landkreis jährlich gerade einmal 500 Euro für Investitionen und 460 Euro für die Ausbildung der Katastrophenschutzhelfer. Groth: „Der Landkreis Harburg ist da bei weitem großzügiger. Dort haben wir für den Wasserrettungszug in den zurückliegenden Jahren im Schnitt rund 10000 Euro allein für investive Maßnahmen bekommen.“

Dazu sagte Landrat Nahrstedt, der zudem um Verständnis warb, dass auch die Kostenerstattungen nach dem Hochwassereinsatz etwas länger gedauert haben: „Wenn aktuelle Projekte da sind, wurden ihre Anträge bisher meistens positiv unterstützt, aber wir müssen tatsächlich darüber nachdenken, wie wir Sie dauerhaft finanziell stärken können, so dass Sie Ihre Gerätschaften immer auf dem neuesten Stand halten können. Da müssen wir bei den nächsten Haushaltsberatungen einfach mehr reinpacken.“ Dafür erhielt Nahrstedt Beifall. Aber: „Nur so reich wie der Landkreis Harburg sind wir nicht. Die werden immer etwas mehr geben müssen. Also gehen sie erstmal da hin und dann gucken wir, was Sie da bekommen haben “

So wie Gastgeber Helmut Völker, Bürgermeister der Samtgemeinde Amelinghausen, würdigten neben Nahrstedt auch Jens Böther, Bürgermeister der Stadt Bleckede, und SPD-Landtagsabgeordnete Andrea Schröder Ehlers die Verdienste der DLRG beim Hochwassereinsatz. Zeitweise waren während des Katastrophenalarms insgesamt rund 4800 Personen parallel als Helfer im Einsatz. Bis zu 400 kamen aus den Reihen der DLRG. Allein die DLRG-ler leisteten während des zehntägigen Einsatzes rund 15000 ehrenamtliche Arbeitsstunden. Schließlich waren insgesamt sechs Wasserrettungszüge rund um die Uhr mit mehr als 45 Motorbooten zwischen Hohnstorf und Hitzacker im Einsatz. Sie bargen Treibholz, tote Tiere und retteten auch mehrere Rehkitze vor dem Ertrinken.

Neben der Hochwasser-Medaille des Landes Niedersachsen einige der DLRG-ler hatten sie bereits stellvertretend für andere im Oktober von Ministerpräsident Stephan Weil erhalten wurde den 93 Helfern eine zweite Würdigung zuteil: Erstmals verliehen wurde das Ehrenabzeichen der DLRG als Sonderauszeichnung für besondere Verdienste im ehrenamtlichen Wasserrettungsdienst für den Elbe-Hochwassereinsatz 2013.

Die höchste Auszeichnung der DLRG, das Verdienstzeichen Gold mit Brillant, erhielt der stellvertretende Bezirksleiter und stellvertretende Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Lüneburg, Eckhard Menzel. Er wurde damit für „besonders langjährige herausragende Verdienste um die Förderung der DLRG und ihrer Ziele“ ausgezeichnet.

Der DLRG-Bezirk Nordheide e.V. vereinigt unter seinem Dach insgesamt 16 Ortsgruppen der beiden Landkreise Harburg und Lüneburg mit insgesamt 5759 Mitgliedern.