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Spaß hatten gestern Morgen die Mädchen und Jungen der Grundschule Amelinghausen mit Waldpädagogin Svenja Küpker (l.) und Sachkundelehrerin Stefanie Jahn  nahe der Fläche, auf der am Sonntag der neunte LZ-Blätterwald im Landkreis entsteht.
Spaß hatten gestern Morgen die Mädchen und Jungen der Grundschule Amelinghausen mit Waldpädagogin Svenja Küpker (l.) und Sachkundelehrerin Stefanie Jahn  nahe der Fläche, auf der am Sonntag der neunte LZ-Blätterwald im Landkreis entsteht.

„Bäumchen wechsel dich“

dth Amelinghausen. Der kleine Waldausflug schloss gestern für die Amelinghausener Grundschulklasse mit einem symbolträchtigen Spiel ab. „Bäumchen, Bäumchen wechsel dich!“ rief jeweils eines der Kinder, während die anderen freudig auf den nächsten Baum zuliefen und ihn zeitweise sogar umarmten. Dabei spielten sie in der Nähe der Pflanzflächen für den LZ-Blätterwald, auf denen in anderer Form auch ein „Bäumchen wechsel dich“ stattfindet, langfristig Nadelwald in einen Laubmischwald umgewandelt wird. Die Rolle und die Vielfalt des Lebens- und Rohstoffspenders Wald brachte den Grundschulkindern Waldpädagogin Svenja Küpker vom Umweltverein Trinkwasserwald näher: „Die Kinder sollen sich wohlfühlen und genauso wie die Erwachsenen ein Verständnis für den Wald aufbauen, dass er für unsere Existenz wichtig ist.“

Verinnerlicht hat das bereits die siebenjährige Johanna. Auf die Frage, warum Bäume wichtig sind, sagt sie: „Bäume nehmen auch von uns Menschen das Kohlendioxid in der Luft auf und produzieren daraus Sauerstoff. Also könnten wir ohne Bäume nicht leben.“

Anerkennend nickt Amelinghausens Samtgemeindebürgermeister Helmut Völker, der der Gruppe Gesellschaft leistet. Später sagt er auf die Frage, was er an diesem Morgen gelernt hat: „Mich hat beeindruckt, was die Kinder aus der 2. Klasse alles über Bäume, Lebensraum, Sauerstoffspender, Klimabedeutung und mehr wissen. Das habe ich so nicht erwartet, und das habe ich gelernt!“

Und damit nicht genug. So haben sich Johanna und weitere Klassenkameraden vorgenommen, ihre Eltern zu bitten, mit ihnen beim Amelinghausener Pflanzfest am Sonntag, 27. April, ab 12 Uhr in der Nähe des Waldbades teilzunehmen.

Auf drei Teilflächen im Wasserschutzgebiet sollen im Rahmen eines Pflanzfestes für Jung und Alt Tausende junge Laubbaum-Setzlinge in die Erde gebracht werden. Waldpädagogin Küpker erklärt: „Laubwald speichert und generiert mehr Grundwasser als Nadelwald. Das liegt auch daran, dass im Laubwald im Herbst und Winter die Blätter zu Boden fallen und als schützende Schicht das Wasser im Waldboden vor Verdunstungen bewahren. Außerdem bildet sich weniger Moos und Gras aus, das zusätzlich Wasser verbrauchen würde.“ Langfristig, nach ungefähr zehn Jahren, generiert ein Hektar Laubwald rund 800000 Liter zusätzliches Grundwasser im Vergleich zu Nadelwald und das jedes Jahr aufs Neue.

Weitere Infos auch unter www.trinkwasserwald.de