Donnerstag , 29. September 2016
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Das Waldbad Amelinghausen ist in die Jahre gekommen. Jetzt soll für rund 1,3 Milionen Euro die Wassertechnik erneuert und die Sohle im Sprungbereich erneuert werden. Foto: A/bau
Das Waldbad Amelinghausen ist in die Jahre gekommen. Jetzt soll für rund 1,3 Milionen Euro die Wassertechnik erneuert und die Sohle im Sprungbereich erneuert werden. Foto: A/bau

Mit neuer Technik in die Zukunft

kre Amelinghausen. Gerade ist der Sommer mit Sonnenschein und zeitweise bestem Badewetter zurückgekehrt in der Samtgemeinde Amelinghausen plant man trotzdem schon für die Badesaison im kommenden Jahr. Und dafür nimmt die Kommune ordentlich Geld in die Hand. Für knapp 1,3 Millionen Euro sollen die Wassertechnik und die Sohle im Sprungbereich des Waldbades auf den neuesten Stand gebracht werden. Während der jüngsten Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses ließen sich die Kommunalpolitiker noch einmal das Vorhaben und die Kosten erklären.

Gedanken macht man sich in der Heidegemeinde schon länger über die Modernisierung des Bades, hat unter anderem auch ein Betongutachten in Auftrag geben. Aus gutem Grund: 1970 wurde das Waldbad in Amelinghausen eingeweiht, ist also schon ordentlich in die Jahre gekommen. Die gute Nachricht: ,,Es gibt keine Anzeichen, die an der Standsicherheit des Beckens zweifeln lassen“, betonte Diplom-Ingenieur Thomas Meyer bei der Vorstellung der Planung am Donnerstagabend. Allerdings weise die Sohle im Springerbereich des Beckens Verdichtungsmängel im Beton auf. ,,Da wurde seinerzeit bei der Betonierung nicht fachgerecht gearbeitet“, so das Urteil Meyers. Korrosion an der Bewehrung sei zwar noch nicht zu erkennen, allerdings sei die Sohle in diesem Bereich nicht dicht. Mit anderen Worten: Das Becken verliere an dieser Stelle Wasser. Meyer rät deshalb, die Betonsohle ,,mittelfristig“ zu sanieren. Doch so lange, das wurde während der jüngsten Bauausschusssitzung deutlich, wollen die Amelinghausener Kommunalpolitiker gar nicht warten. Ihre Empfehlung an den Samtgemeinderat: Die Betonarbeiten im Sprungbereich im Zuge der Technik-Erneuerung gleich mit zu erledigen. Auch wenn die Kommune dafür knapp 160000 Euro mehr als ursprünglich veranschlagt aufbringen muss. ,,Dann haben wir allerdings Ruhe und müssen in den nächsten Jahren dann nicht noch einmal ran“, lautete der einstimmige Tenor im Ausschuss.

Der größte Ausgabeposten mit rund 1,1 Million Euro ist ohnehin die Erneuerung der Wassertechnik angefangen von der Filtrationsanlage über die Umwälzpumpen bis hin zum Bau eines neuen Technikgebäudes. Außerdem sollen die Wasserkreisläufe für Schwimmbecken und Lehrschwimmbecken künftig voneinander getrennt werden. Dadurch können zum Beispiel die Becken unterschiedlich beheizt und entsprechend unterschiedlich genutzt werden. Auch die Beckenverteilerleitungen sowie die Einström- und Ablaufleitungen werden erneuert ,,alles Maßnahmen die dringend erforderlich sind, weil unsere bisherige Technik nicht mehr zeitgemäß ist“, erläutert Amelinghausens Samtgemeindebürgermeister Helmut Völker: ,,Mit diesen Investitionen verbessern wir die Wasserqualität und machen unser Bad fit für die Zukunft!“

Wenn der Samtgemeinderat Amelinghausen der einstimmigen Empfehlung des Bauausschusses folgt, können die Arbeiter mit dem Ende der diesjährigen Badesaison schon Mitte bis Ende September loslegen. Erklärtes Ziel ist es auf jeden Fall, die veraltete Schwimmbad-Technik bis zum Beginn der neuen Badesaison im Mai 2015 zu ersetzen.
,,In einem ersten Schritt hatten wir das Waldbad an das Amelinghausener Nahwärmenetz angeschlossen“, rekapituliert Völker, ,,das war eine gute Entscheidung.“ Jetzt wird in die Wassertechnik investiert, somit stünde als dritter Schritt die Attraktivitäts-Steigerung des Bades an. Doch da bremst Völker allzu forsche Hoffnungen: ,,Das steht wenn überhaupt ganz hinten an.“ Erst einmal müssten die jetzt geplanten Investitionen finanziert werden…