Donnerstag , 29. September 2016
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Elf junge Frauen wollten Heidekönigin 2014/2015 werden: (v.l.) Jelena Potratz, Sophia Wischmann, Alexandra Podwitz, Rebecca Maschke, Isabelle Rodegerdts, Alexandra Alt, Celine Goertiz, Leona Brinkmann, Melina Gäthje, Julia Mühlhausen und Annalena Bollhof. Foto: t&w
Elf junge Frauen wollten Heidekönigin 2014/2015 werden: (v.l.) Jelena Potratz, Sophia Wischmann, Alexandra Podwitz, Rebecca Maschke, Isabelle Rodegerdts, Alexandra Alt, Celine Goertiz, Leona Brinkmann, Melina Gäthje, Julia Mühlhausen und Annalena Bollhof. Foto: t&w

Heidekrone begehrt wie lange nicht +++ mit Videos und Fotogalerien

off Amelinghausen. Sie wollte die erste Heidekönigin aus Dehnsen werden und die Premiere ist ihr geglückt: Mit Charme und strahlendem Lächeln überzeugte die 18 Jahre alte Sophia Wischmann die Jury und wurde Sonntagnachmittag auf dem Kronsberg zur 66. Amelinghausener Heidekönigin gekürt. „Ich freue mich und bin überwältigt“, sagte die frisch gebackene Siegerin, kurz bevor ihr Amtsvorgängerin Lara-Sophie Sebastian vor Hunderten Zuschauern die Insignien überreichte und ihr fürs Fotoshooting den traditionellen Kuss auf die Wange drückte.

Konsberg, kurz nach 14 Uhr, hinter der Festbühne. Elf junge Frauen haben sich zur Wahl gemeldet, so viele wie seit Jahren nicht mehr. Nur noch Minuten trennen sie vom großen Auftritt, von dem Moment, in dem sie die Jury von sich überzeugen müssen. Die Aufregung ist spürbar. „Heute liegt ein Kribbeln in der Luft“, sagt Adriane Dahlke, die 2006 selbst als Kandidatin zitterte und schließlich auch das Mädchen zur Hofdame machte, die nun als Kandidatin Nummer zehn die Bühne betritt: Sophia Wischmann.

Doch für die junge Frau, die just ihre Ausbildung zur Agrar­wirtschaftlich-technischen Assistenin abgeschlossen hat, heißt es zunächst Warten. Neun andere Kandidatinnen sind vor ihr dran, erklären, wer sie sind, wo sie herkommen und warum ausgerechnet sie Heidekönigin 2014/2015 werden wollen. Schnell wird auch Sopia Wischmann klar: Die Konkurrenz ist hart. Smart, offen, souverän, charmant präsentieren sich die junge Damen. Dann ist die 18-Jährige dran, stellt sich vor und erobert schließlich mit diesem Satz Jubel und Applaus der Zuschauer: „Seitdem ich Hofdame war, habe ich einen großen Traum: Ich will die erste Heidekönigin aus Dehnsen werden.“

Doch ob das gelingt, weiß Sophia Wischmann noch nicht. Mit allen zehn Mitbewerberinnen geht es zunächst zurück hinter die Bühne, im verdunkelten VW Bus neben ihnen werden die Punkte ausgezählt. 18 Jurymitglieder haben die Kandidatinnen bewertet, maximal sechs Punkte in den Kategorien allgemeines Auftreten, sprachliche Gewandheit und Aussehen vergeben. Während auf der Bühne ein weiterer von vielen tollen Programmpunkten läuft, steht dahinter schließlich die Vorentscheidung fest: Für Sophia Wischmann geht es nochmal zurück auf die Bühne gemeinsam mit Annalena Bollhof (18) und Leona Brinkmann (23).

Um Punkt 15 Uhr ist es so weit. Der Vorsitzende des Heideblütenfestvereins, Hans-Jürgen Pyritz, hebt das Mikrofon, räuspert sich und verkündet: „Sie hatte gesagt, sie möchte die erste Heidekönigin aus Dehnsen sein.“ Die Worte zaubern ein Strahlen ins Gesicht der Landwirtstochter, später versucht sich Sophia Wischmann zu erinnern, was sie in diesem Moment gedacht hat. „Ich habe mich wahnsinnig gefreut“, sagt sie, „und ich glaube, ich habe nichts gedacht.“

Als 66. Heidekönigin wird Sophia Wischmann ein Jahr lang ihre Heimat repräsentieren ein Amt, das im 65. Jubiläumsjahr so begehrt war wie lange nicht mehr. Vor einem Jahr stand Lara-Sophie Sebastian mit drei Mitbewerberinnen auf der Bühne, „dass wir in diesem Jahr elf Kandidatinnen haben, ist wirklich großartig“, freut sich Hans-Jürgen Pyritz. Über den Grund für den plötzlichen Ansturm kann allerdings auch der Vorsitzende des Festvereins nur spekulieren: „Vielleicht liegt es daran, dass viele junge Leute wieder mehr Interesse an ihrer Heimat haben und damit auch das Amt der Heidekönigin besonders attraktiv wird.“

Sophia Wischmann freut sich nun auf ein „spannendes nächstes Jahr“, für Lara-Sophie Sebastian indes heißt es auf dem Kronsberg Abschied nehmen. Heidekrone und Purpurmantel überreicht die 65. Heidekönigin ihrer Nachfolgerin, wünscht ihr alles Gute und bedankt sich mit einem strahlenden Lächeln bei allen Zuschauern und Mitstreitern für „ein wunderbares Jahr“.

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