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Organisiert vom Verein RegioKult trafen sich bei Amelinghausen Groß und Klein zum Entkusseln der Schwindebecker Heide. Foto: nh
Organisiert vom Verein RegioKult trafen sich bei Amelinghausen Groß und Klein zum Entkusseln der Schwindebecker Heide. Foto: nh

Heide und Moore entkusselt

lz Amelinghausen/Döhle. Bei schönstem Herbstwetter engagierten sich rund 400 Menschen am Sonnabend, 8. November, für den Erhalt der Heidelandschaft beim 4. Naturpark-Tag. An 22 Orten im gesamten Naturpark wurde kräftig gesägt, geschnitten, gegraben oder gezogen und damit den kleinen Birken und Kiefern zu Leibe gerückt.

In Amelinghausen kamen fast 60 Helfer zusammen, um die Schwindebecker Heide zu entkusseln. Für viele ist es eine tolle Familienaktion direkt vor der eigenen Haustür: Oma, Opa, Kinder und Enkelkinder, alle packten mit viel Spaß und Freude an. Die kleinsten wurden im Kinderwagen durch die Heide geschoben.

In Hanstedt nahm sich die Forstbetriebsgemeinschaft Egestorf-Hanstedt gemeinsam mit 30 Mitarbeitern und Familien der Firma GUT Hennecke die Traubenkirschenaufwüchse in einem jungen Buchenwald vor. In Döhle wurde die Dorfgemeinschaft durch die Lüneburger Bundestagsabgeordnete Julia Verlinden (Grüne) beim Entkusseln am Pastor-Bode-Weg tatkräftig unterstützt. In Oelstorf bei Salzhausen hatten sich die Reservisten etwas Größeres vorgenommen. Mit mehreren Motorsägen rückten sie den schon kräftigen Bäume zu Leibe, um die einzige größere Heideflächen Salzhausens zu erhalten. In Undeloh, Hanstedt und Egestorf engagierten sich routinierte Aktionsgruppen für den Erhalt ihrer Landschaft, Unterstützung erhielten sie dabei von vielen Neulingen. „Wenn uns bei jedem Naturpark-Tag gelingt, dass wir neue und auch junge Aktive für die Heidepflege gewinnen, dann haben wir schon viel erreicht“ freute sich Naturpark-Geschäftsführerin Hilke Feddersen.

Ob die Bispinger Jugendfeuerwehren, die Imkervereine aus Bispingen und Schneverdingen, der Lions Club Schneverdingen, der Wintermoorer Oldtimerclub, das Zupforchester Saitenwind, die Heidefreunde, der Schäferhof Neuenkirchen oder die Verkehrsvereine: Helfer kommen aus fast allen gesellschaftlichen Bereichen, viel sind zum Teil schon seit Jahrzehnten unermüdliche Akteure in der Heidepflege. Viele Gruppen haben Patenschaften von Heide- oder Moorflächen übernommen, hegen und pflegen diese Gebiete den ganzen Winter über. „Ohne diese Gruppen würden viele Flächen anders aussehen“, sagt Feddersen. „In der Behringer Heide gibt es eine Vergleichsfäche, in der seit zehn Jahren nicht mehr entkusselt wurde. Hier gibt es inzwischen kein Stück Heide mehr, stattdessen ist das Areal mit Sträuchern und Bäumen bedeckt.“