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Rund 61 000 Fahrgäste nutzten von  Mitte Juli bis Mitte Oktober den kostenlosen Heide-Shuttle. Foto: Naturpark/nh
Rund 61 000 Fahrgäste nutzten von Mitte Juli bis Mitte Oktober den kostenlosen Heide-Shuttle. Foto: Naturpark/nh

„Shuttle“ immer beliebter

dth Winsen/Amelinghausen. Der Freizeitbus „Heide-Shuttle“ hat sich auch im neunten Jahr wachsender Beliebtheit erfreut. Das geht aus der jetzt vorliegenden Auswertung der Fahrgastzahlen hervor. Demnach nutzen rund 61000 Personen (2000 mehr als 2013) mit 12000 Fahrrädern das kostenlose Angebot der drei Ringbus-Linien mit Fahrradanhängern, die täglich von Mitte von Juli bis Mitte Oktober in den Kreisen Harburg und Heidekreis im Naturpark ihre Runden drehen. Und die Geschäftsstelle des Naturparks Lüneburger Heide bereitet schon die zehnte Saison vor. Auch der kleine Bruder, der Lüneburger „Heide-Radbus“, der als Zubringer zwischen Salzstadt und zentraler Lüneburger Heide fungiert, wird wohl wieder fahren dürfen. Zumindest, wenn es nach den Amelinghausenern geht.

„Der Heide-Shuttle dient inzwischen nicht nur der Fortbewegung, sondern auch der Information und Kommunikation und ist aus der Region einfach nicht mehr wegzudenken“, sagt Naturpark-Geschäftsführerin Hilke Feddersen in Winsen/Luhe. Dabei hätten sich manche Neuerungen bewährt. In der Saison 2014 wurden nicht nur Soltau und Eyendorf zusätzlich an das Liniennetz angebunden, die Heide-Shuttle-Haltestellen extra ausgeschildert und Gästeführungen angeboten. Auch in den Bussen wurde das Angebot ausgebaut: Mittels eines GPS gesteuerten Ansagesystem bekommen die Fahrgäste spannende Geschichten und Informationen über Land und Leute zu hören. „Die Resonanz war sehr gut“, freut sich die Projektmanagerin Mareile Kleemann, die das System gemeinsam mit Redakteurin Christine Hasper und Schauspieler Kai Bronisch umsetzte. „Oft wurde es mucksmäuschenstill im Bus, sobald die Geschichten erklangen. Und häufig wurde dann in den Sendepausen- über die Sitzreihen hinweg kräftig über das Gehörte diskutiert.“

Kräftig diskutiert wurde im vergangenen Jahr im Kreis Lüneburg auch über den Fortbestand des Heide-Radbusses, die Zubringerlinie, die von der Stadt Lüneburg über Gellersen und Amelinghausen nach Döhle führt und dort an den Heide-Shuttle anknüpft. Bereits 2012 hatte sich die Stadt Lüneburg mit ihrem Finanzierungsanteil von 8000 Euro verabschiedet aus dem Gemeinschaftsprojekt mit dem Landkreis Lüneburg sowie den Samtgemeinden Amelinghausen und Gellersen. Zuletzt hatten auch die Amelinghausener Zweifel am Sinn des Heide-Radbusses geäußert, sich schließlich aber doch für die Fortsetzung mit weniger Fahrten und die Übernahme des Marketings ausgesprochen.

2547 Fahrgäste hatten den Heide-Radbus in der Saison 2013 genutzt. In der jetzt abgelaufenden Saison 2014 sanken die Nutzerzahlen zwar leicht auf 2467, aber der Anteil der Fahrräder stieg um gut ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr von 749 auf 981 Fahrräder. Letzteres hob denn kürzlich Amelinghausens Samtgemeindebürgermeister Helmut Völker hervor und berichtete: „Der Samtgemeindeausschuss hat einstimmig empfohlen, den Heide-Radbus auch 2015 zu unterstützen.“ 5000 Euro betrüge der Anteil der Samtgemeinde. Auch der Landkreis Lüneburg hat bereits 8000 Euro im neuen Haushalt für den Heide-Radbus reserviert. „Wir sind auch dabei“, sagt zudem Gellersens Verwaltungschef Josef Röttgers auf LZ-Nachfrage. 4000 Euro wollen die Gellerser bereitstellen und hoffen ebenso, dass der Heide-Radbus 2015 mehr Fahrgäste anlockt.

Unterdessen laufen in der Naturpark-Geschäftsstelle die Vorbereitungen für die Shuttle-Saison 2015. Bei dem Aktionsplan stehen auf der Agenda die Beschaffung eines neuen Fahrradanhängers, der insbesondere angesichts schwererer E-Bikes einfacher zu beladen sein soll, die bessere Anbindung an Züge oder die Verknüpfung mit dem Lüneburger Heide-Radbus. Ab Anfang Mai sollen die neuen Fahrpläne ausliegen.