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Spiel und Spaß rund ums kühle Nass

emi Amelinghausen. Der siebenjährige Jakob steht am Ufer des Lopausees in Amelinghausen und wirft, lautstark angefeuert von seinen Eltern, weit die Angel aus. Am Stand des Sportangelvereins Lopautal versuchen Kinder und Erwachsene, einen Plastikköder in rote und blaue Schwimmbecken auf dem See zu schleudern. Doch nicht nur an dieser Station tummelten sich gestern bei herrlichem Sommerwetter die Menschen – Spiel, Spaß und lehrreiche Vorführungen lockten auch im Jubiläumsjahr die Besucher in Scharen zum großen Familientag.

Carsten Meyer vom „Café Lopau-Seeblick“ und Holger Röhrs vom Café und Restaurant Seestübchen luden gemeinsam mit der Tourist-Information in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal zu Aktionen rund um das Gewässer ein. Ihr Anliegen: „Uns ging es ursprünglich darum, dass Familien auch mit wenig Geld einen ganzen Tag lang am Lopausee eine schöne Zeit verbringen“, erklärt Meyer. „Außerdem ist natürlich auch der Erhalt und die Pflege des Lopausees unser Ziel.“ Der Mit-Organisator war mit der Besucherresonanz am Sonntag, 7. Juli, zufrieden: „Flohmarkttechnisch läuft es sehr gut“, resümierte er bereits nach wenigen Stunden.

Von 10 bis 18 Uhr war auf und neben dem Wasser einiges los: Dutzende Verkäufer boten den ganzen Tag über bei einem Flohmarkt unter anderem Bücher, Kleidung und alte Schallplatten feil. Die Jüngsten vergnügten sich in Hüpfburgen oder bei Geschicklichkeitsspielen des Vereins zur Offenen Jugendarbeit in der Samtgemeinde Amelinghausen. Einige übten sich auf dem „Eichhörnchenpfad“, einem Balancierparcours über Holzstämme, im Klettern und Springen, drehten am Glücksrad des Hegerings Amelinghausen oder nahmen im Fahrerhaus eines echten, kleinen Bagger Platz, um geschickt einen Eimer Sand zu versetzen.

Die Älteren bestaunten die Oldtimer der Ackergiganten Luhdorf, ließen sich Eis und Bratwurst schmecken und bewunderten die ferngesteuerten Boote des Schiffs-Modell-Club Lüneburg.

Wem der Trubel am Ufer zu viel wurde, der ließ beim Tretboot- oder Kanufahren übers Wasser die Seele baumeln, drehte eine Runde mit dem DLRG-Rettungsboot oder sah sich das bunte Treiben einfach in aller Ruhe von oben an: Wolfgang Götting beförderte Mutige in der Hebebühne eines Krans per Fernsteuerung rund 30 Meter in den Himmel – „so hoch wie die Bäume“, lockte der Kranführer.

Am „Lernort Natur“ des Hegerings Amelinghausen machten Eberhard von Seydlitz und seine Kollegen auf die Ursachen und Maßnahmen zur Verhinderung von Wildunfällen aufmerksam. „Das ist ein Problem, das jeden etwas angeht“, machte der stellvertretende Leiter klar. Es gab eine Jagdhunde-Vorführung und auch ein Steinadler wurde gezeigt.

Zu den Höhepunkten des Familientages gehörte das Entenrennen. Die Sieger-Ente mit der Nummer 337 bescherte Manfred Persy aus Reppenstedt einen Gutschein über 300 Euro für ein Rad von Fahrrad Schulz in Amelinghausen. Mit einem Teil der Einnahmen aus der Startgebühr von drei Euro wollen die Organisatoren Instandhaltungsmaßnahmen rund um den See durchführen. Zudem soll es einen neuen Behälter mit Tüten für Hundekot geben.