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+++ Bad Bevensen: Brandstiftung in geplanter Flüchtlingsunterkunft ? +++

ca/lz Bad Bevensen. Unbekannte haben in der Nacht zu Sonntag in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Bad Bevensen im Kreis Uelzen Feuer gelegt und einen hohen Sachschaden durch Vandalismus verursacht. Der Staatsschutz ist eingeschaltet, Ermittler gehen von einem ausländerfeindlichen Anschlag aus.

Das Gebäude — ein ehemaliger Supermarkt an der Straße Kurze Bülten — war vom Landkreis Uelzen gekauft worden, aktuell finden Umbaumaßmahmen statt. Ab 2016 sollte es  Flüchtlige und Asylbewerber beherbergen.
Nach derzeitigen Ermittlungen waren Unbekannte in der Nacht in den Gebäudekomplex eingedrungen, haben mehrere Abflüsse verstopft, dann Wasserhähne aufgedreht. Zudem legten sie an anderer Stelle ein Feuer, das sich am Dachstuhl zu einem Schwelbrand entwickelte.

Ein Passant hatte am Sonntagmorgen Rauch bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Der Schaden wird auf  mehrere tausend Euro geschätzt. Ob die Statik des Daches gefährdet ist, klärt ein Sachverständiger.

Wie auch andere Kreise und Kommunen muss der Landkreis Uelzen Hunderte Asylbewerber unterbringen. In Amtshilfe für das Land hat der Kreis in zwei Schulturnhallen in der Zuckerstadt mehr als 170 Flüchtlinge untergebracht. Die wollte Landrat Heiko Blume Anfang kommenden Jahres in dem ehemaligen Bevensener Intermarché-Markt umziehen lassen, um den Schulsport wieder zu ermöglichen. Das scheint nun Makulatur.
Blume sagte gestern: „Wenn sich herausstellt, dass es sich um einen Anschlag handelt, ist das auf das aufs Schärfste zu verurteilen.“ Blume berichtet, dass in dem alten Markt Platz für bis zu 200 Menschen wäre.

Aktuell ermitteln ein halbes Dutzend Polizisten in dem Fall. Intern überlegt man aber, eine Ermittlungsgruppe einzurichten, die dann aus mehreren Beamten bestehen könnte. Hinweise an die Polizei Uelzen:  Tel: 05 81/93 00.