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Polizeibericht

Raubüberfall auf Juweliergeschäft geklärt – Täter festgenommen

lz Lüneburg/Bardowick. Die zwei Räuber auf ein Juweliergeschäft sowie eine Mittäterin sind von der Lüneburger Polizei in Zusammenarbeit mit der Polizei Hamburg und den polnischen Behörden in Hamburg festgenommen worden.

Nach einem Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft in der Pieperstraße in Bardowick in den frühen Abendstunden des 31. Januar hatte die Polizei mit Kamerabildern nach den Tätern und einer Begleitperson als Zeugin gefahndet. Zwei maskierte Täter hatten kurz vor Geschäftsschluss das Ladengeschäft betreten und einer Verkäuferin mit einem Hammer gedroht. Die Räuber ließen sich mehrere Vitrinen öffnen und erbeuteten diverse Ketten und Ringe, die sie in einen mitgebrachten Stoffbeutel verstauten. Sie flüchteten zu Fuß und konnten trotz einer sofortigen Fahndung unerkannt entkommen.

Bereits einige Tage vor dem Raubüberfall hatten die vermeintlichen Täter sowie eine Frau das Geschäft vermutlich um die Tat „auszubaldowern“ aufgesucht und wurden dabei videografiert. Geraubt wurden diverse goldfarbene Eheringe im Gesamtwert von mehreren tausend Euro. Vorwiegend handelte es sich um sogenannte
„Dummies“ und somit nicht um echten Schmuck. Darüber hinaus wurden auch einige echte Schmuckstücke entwendet.

Nach der Veröffentlichung in den Medien sowie im Internet gingen bei der Polizei mehrere Hinweise auf die mögliche Täter ein. Der dringende Tatverdacht
konkretisierte sich gegen zwei 19 und 38 Jahre alte polnische Staatsangehörige sowie eine 16 Jahre alte Begleiterin, ebenfalls polnische Staatsangehörige. Ein
polnischer Ermittler, der die Fahndungsbilder in Polen auf der Internetseite eines lokalen Lüneburger Anzeigenblattes gesehen hatte, konnte die Täter identifizieren und wandte sich über das Bundeskriminalamt an die Lüneburger Polizei.

Nach weiteren Ermittlungen konnten die beiden Räuber sowie die Mittäterin, die auf dem Weg nach Polen waren durch zivile Beamte der Polizei Hamburg im Bereich des ZOB am Hamburger Bahnhof festgenommen und nach Lüneburg überstellt werden. Im Rahmen der Festnahme stellten die Beamten auch einen Teil der
Beute (Schmuck) in den Koffern der drei Personen sicher. Die weiteren Ermittlungen und Vernehmungen dauern an.

Die drei polnischen Staatsbürger, von denen einer in den letzten Monaten im Bereich des östlichen Landkreis Lüneburg wohnhaft war, werden noch am heutigen Tage auf Antrag der Staatsanwaltschaft Lüneburg dem Haftrichter in Lüneburg vorgeführt.