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Wittorfs neue Heidekönigin Lisa Kohagen (v.r.) kommt aus St. Dionys. Ihre Hofdamen sind die Handorferinnen Ramona Behrens und Simone Kehde, die sich ebenfalls zur Wahl gestellt hatten. Foto: t&w
Wittorfs neue Heidekönigin Lisa Kohagen (v.r.) kommt aus St. Dionys. Ihre Hofdamen sind die Handorferinnen Ramona Behrens und Simone Kehde, die sich ebenfalls zur Wahl gestellt hatten. Foto: t&w

Wittorfer Heideblütenfest startet durch + + + Mit Fotogalerie + + +

dth Wittorf. „Wir können ja schon mal üben, wie man winkt“, sagt die 17-jährige Lisa Kohagen mit einem Schmunzeln zu ihren Freundinnen Simone Kehde und Ramona Behrens. Sie haben gerade im weißen Kutschwagen Platz genommen, der noch in einer Seitenstraße wartet und sich gleich an die Spitze des Festumzuges setzen wird. „Ich bin schon etwas aufgeregt“, räumt Lisa Kohagen ein. Am Vorabend wählte eine Jury aus Publikum und Mitgliedern des Vereins „Sparclub Up de Heid“ die 17-Jährige aus St. Dionys unter fünf Bewerberinnen zur neuen Wittorfer Heidekönigin. Die Mitbewerberinnen Simone Kehde und Ramona Behrens aus Handorf hat sie zu ihren Hofdamen auserkoren. Der Königinnenwagen setzt sich in Bewegung, vorweg marschiert der Spielmannszug des MTV Wittorf. Tausende Besucher säumen die Wittorfer Ortsdurchfahrt und erfreuen sich an dem Angebot der ungewöhnlich großen und vielfältigen Wittorfer Festmeile.

Bereits der Auftakt mit der Zeltdisco am Freitag lockte so viele Besucher nach Wittorf wie selten: „986 Gäste haben mit uns gefeiert. Die letzten mussten wir nach vier Uhr morgens rausfegen“, sagt Marlene Blesse, Sprecherin des ausrichtenden Vereins „Sparclub Up de Heid“. Auch mit den Besucherzahlen beim Kinderfest am Sonnabend und dem gestrigen Finale mit schätzungsweise um die 2500 Schaulustigen zeigte sie sich zufrieden. Unter neuer Vereinsführung ist das Fest neu durchgestartet.

Blesse: „Man muss den Leuten schon mehr bieten, als nur ein paar Pommesbuden und ein Kinderkarussell.“ Die gab es zwar auch auf dem Festplatz, waren aber nur eine Anlaufstation der Festmeile von Flohmarkt, Oldtimertreffen, Handwerkermarkt mit musikalischer Begleitung der Artlenburger Shanty-Piraten auf dem Hof der Zimmerei Twesten bis hin zur Cocktailbar vor einer mit Sand aufgeschütteten Strand-Lounge.

Das deutlich erweiterte Angebot fiel auch den Besuchern Lena und Niclas Duggen aus Bardowick positiv auf, die das Wittorfer Heideblütenfest mit Kind und Kegel für einen Familienausflug nutzten. Dabei bewunderten sie auch die bunten Motivwagen, die die Wagenbaugemeinschaften in den vergangenen Monaten gestaltet haben. Die Wagenbaugemeinschaft „Best Friends“, die die LZ vor wenigen Tagen bei den Festvorbereitungen besucht hatte, lüftete jetzt das Geheimnis um ihr Motiv. Sie gestaltete mit Heide verzierte Instrumente vom Flügel bis zur Harfe. Die filigrane Arbeit wurde von der Jury mit dem ersten Platz bedacht.

Ein Hingucker war auch die große Heide-Gießkanne der Wagenbaugemeinschaft Gebrüder Isenberg, aus der beständig Wasser in das mitfahrende Blumenbeet floss. Trocken hingegen blieb es jedoch unter dem mit Dahlienblüten geschmückten überdimensionalen Zapfhahn. „Da kann auch nichts mehr rauskommen, der ist zu“, sagte Heiner Scheele von der Wittorfer Melkerbank. Mit dem Motivwagen betrauerte der Herrenverein die kürzliche Schließung des Wittorfer Gasthauses Fehlhaber. Für den Festumzug kompensierte der Verein um den Vorsitzenden Jürgen Schmidt den Verlust des Stammlokals mit einem „Wander-Stammdisch“ mit selbstkühlendem Bierfass auf dem Mannschaftswagen.

Erster Platz für Beachorchester
Beim Wettbewerb der Motivwagen siegte die Mannschaft „Best Friends“ mit dem „Beachorchester“. Auf Platz zwei wählte die Jury das Kettenkarussel der Gruppe „WaBaWieBeiMa“. Der dritte Platz geht an die „Gießkanne“ der Gruppe Isenberg. Unter den 16 Motivwagen der Kinder erhielt Tom Twesten für „Storch mit Frosch“ die meisten Punkte. Platz zwei: „Schmetterlingsgarten“ von Anne Hirsch und Hanna Blau. Platz drei: „Saxophon“ von Julia und Sarah Kruse. Gewinnerin des Vorgartenwettbewerbs: Anke Meyn.

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