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Eine Tradition beim Bardowicker Erntedankfest: Die Erntekrone wird aus dem Dom abgeholt, dazu sprach Pastor Willi Mann. Den Festgottesdienst am Morgen hatte Pastorin Christiane Plöhn abgehalten. Foto: be
Eine Tradition beim Bardowicker Erntedankfest: Die Erntekrone wird aus dem Dom abgeholt, dazu sprach Pastor Willi Mann. Den Festgottesdienst am Morgen hatte Pastorin Christiane Plöhn abgehalten. Foto: be

Buntes Dankeschön für gute Ernte +++ mit Fotogalerie

pet Bardowick. Nicht gerade günstig waren die Wettervorhersagen für gestern, 21. September, den Tag des traditionellen Bardowicker Erntedankfests. Als es dann am Vormittag anfing zu regnen, ging der Blick von Hermann Bardowicks, Vorsitzender des Festausschusses des Bardowicker Gemüsebauvereins, sorgenvoll Richtung Himmel. Aber es wurde ein perfekter Tag bei strahlendem Sonnenschein gingen 25 Festwagen und mehrere Jugendwagen, sieben Spielmannszüge und Orchester auf die Reise durch Bardowick, bestaunt von vielen Tausend begeisterten Besuchern aus nah und fern.

Eine der großen Attraktionen des Erntedankfests gestern in Bardowick: die ,,Bicycle Showband Crescendo“ aus den Niederlanden. Foto: be
Eine der großen Attraktionen des Erntedankfests gestern in Bardowick: die ,,Bicycle Showband Crescendo“ aus den Niederlanden. Foto: be

Im Wettbewerb der Erntewagen gab es eine ,,Titelverteidigung“: Wie im Vorjahr (,,Die Waage“) lag die Wagenbaugruppe Jens Warnecke mit ihrer Sämaschine (172 Punkte) in der Gunst der Preisrichter knapp vorn. Mit 165 Punkten kam die WBG Bahnhof mit ihrem ,,Bardowicker Garten“ auf den zweiten Platz, Rang drei belegte die WBG Stefan Kruse mit der ,,Weihnachtskrippe“ vor der WBG Dorfstraße mit ,,Rapunzel“ (150), der WBG Vrestorfer Weg (,,Balando“/140) und der WBG Wittorfer Straße (,,Superstar“/139).
Bei den Jugendwagen siegte Flutissima mit ,,Omas Grammophon“ (14 Punkte) vor der Kinder-WBG mit ,,Turnschuh“ (13).

Die Besucher wurden von den vielen aus Blumen, Gemüse, Getreideähren, Holz, Schrauben und Leim gestalteten Kunstwerken für ihr Kommen reichlich belohnt. Etwa von ,,Rapunzel“, den die Wagenbaugemeinschaft Dorfstraße in monatelanger Kleinarbeit gebaut hatte aus dem Turmfenster winkte während der Fahrt fröhlich Janna Schmidt. Ein Hingucker und nicht zu überhören war auch die Zugmaschine, der Lanz Bulldog U2806 von Udo Böhning aus Mechtersen. ,,Baujahr 1936, aber der Motor ist von 1952″, erzählt er.

Eine gute Bardowicker Gemüsesuppe rührte die Wagenbaugemeinschaft ,,Das Wurzelteam“ auf ihrem Wagen zusammen. Teamchef Christian Prigge: ,,Wir sind eine Gruppe von neun jungen Männern und Frauen zwischen 23 und 30 Jahren und in diesem Jahr zum dritten Mal beim Umzug dabei.“ Einen Platz ,,im oberen Mittelfeld“ gab er als bescheidenes Ziel für den Wagenbauwettbewerb aus gut geschätzt: Platz acht.

Bardowick sucht den Superstar – Wencke Erler, Esther Gade und Greta Layes sind die Jurorinnen. Foto: be
Bardowick sucht den Superstar – Wencke Erler, Esther Gade und Greta Layes sind die Jurorinnen. Foto: be

,,Bardowick sucht den Superstar“ hieß es auf einem anderen kunterbunten Wagen Wencke Erler, Esther Gade und Greta Layes fungierten hier als strenge Jury-Kolleginnen von Dieter Bohlen und Co. ,,Zum 13. Mal sind wir dabei, vielleicht bringt uns die 13 beim Wettbewerb ja Glück“, meinte Andreas Scholz von der Wagenbaugemeinschaft Wittorfer Straße. Das Resultat: Rang sechs.

Gleich vier Wagen steuerte die Wagenbaugemeinschaft Stefan Kruse bei. ,,Nachbarn, Freunde, Verwandte haben mitgemacht“, erzählt Kruse. Wie viele sie denn seien? ,,Viele“, lächelt er nur. Schon mehrfach hatte die Gemeinschaft den Wettbewerb der Wagenbauer gewonnen. ,,Zuletzt 2011 mit Obelix“, erinnert sich Stefan Kruse.

Zu denen, die die Festwagen bewerten mussten, zählte Heike Grethlein. Als Richterin war sie zum ersten Mal dabei. In den Jahren vorher hatte sie selbst Festwagen mitgebaut, in diesem Jahr habe das nicht geklappt. ,,Aber nächstes Jahr mache ich wieder mit“, erzählt sie. 25 bis einen Punkt hatten die Bardowickerin und ihre sechs Kollegen an die 25 teilnehmenden Wagen zu vergeben: ,,Wir achten unter anderem auf die Idee, auf das Motiv, die Sorgfalt, mit der gearbeitet wurde und das Gesamtbild.“

Wurzelkönigin Alina Kasteinecke (l.) und Hofdame Lisa Krause winken huldvoll den Tausenden von Schaulustigen an den Straßenrändern zu. Foto: be
Wurzelkönigin Alina Kasteinecke (l.) und Hofdame Lisa Krause winken huldvoll den Tausenden von Schaulustigen an den Straßenrändern zu. Foto: be

Mit den Festwagen, den Kapellen und Bardowicks Wurzelkönigin Alina Kasteinecke mit ihrer Hofdame Lisa Krause waren auch viele Königinnen aus anderen Regionen unterwegs so viele wie selten zuvor, etwa die Amelinghausener und die Wittorfer Heidekönigin, die Pellkartoffelkönigin aus Hochlockstedt, die Erdbeerkönigin aus den Vierlanden, die Rapsblütenkönigin von Fehmarn und die Altländer Blütenkönigin. Beifall auf offener Szene gab es für die ,,Bicycle Showband Crescendo“ aus den Niederlanden auf dem Fahrrad, einhändig und freihändig, spielten sie u.a. auf Trompete, Trommel und Horn.

Bereits am Morgen hatte das Bardowicker Erntedankfest im vollbesetzten Dom mit einem Festgottesdienst, abgehalten von Pastorin Christiane Plöhn, begonnen. Zur Ankunft des Festumzugs auf dem Festplatz sprachen die stellvertretende Landrätin Elke Stange, Bardowicks Bürgermeisterin Eva Köhler und Kreislandwirt Jens Wischmann. Anschließend konnte dann bis zum späten Abend gefeiert werden, denn nach dem Festumzug ging es mit einem Programm der Musikzüge, zahllosen Ständen, leckerem Essen und kühlen Getränken auf dem Festplatz weiter.

 

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