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Drei Elbstädte im Radler-Wettstreit

cw Bleckede. Sie kamen mit Mountainbikes und Tourern, mit Kinder- und Klapprädern und sogar mit Pedelecs. Und alle wollten bei der zweiten Elbe-Velo-Radtour mit dabei sein. Im Bleckeder Schlosshof sammelten sich schon lange vor dem Start die ersten Kandidaten für die Dreiländerradtour in der Hoffnung, in diesem Jahr den Pokal für die meisten Teilnehmer nach Bleckede zu holen. Allein vergebens: Die Stadt Lauenburg mobilisierte mit 242 sogar doppelt so viele Drahteselfreunde wie Bleckede und auch Boizenburg – im vergangene Jahr hatte der Sieger der Elbe-Velo-Tour 233 Radler vorzuweisen.

Zum zweiten Mal hatten die drei Städte Bleckede, Boizenburg und Lauenburg am Sonntag zu der Fahrradtour eingeladen, bei der der Spaß am Radeln und die einzigartige Naturlandschaft entlang der Elbe im Vordergrund stehen. Unter dem Motto „Drei Länder, drei Städte, ein Fluss“ gab es drei Touren, die entweder einzeln oder auch alle hintereinander weg gefahren werden konnten.

Jeder Teilnehmer erhielt am Start eine Stempelkarte und eine Freifahrt für die Fähre. Von den vielen Helfern entlang der Tour wurde dann jeder Streckenabschnitt gestempelt. Wer mindestens zwei der drei Felder abgestempelt und die Karte in eine der aufgestellten Urnen geworfen hatte, konnte Überraschungsgutscheine aus der Region gewinnen.

„Drei Länder, drei Städte, ein Fluss, ich glaube, das ist in Deutschland einmalig“, begrüßte der gut gelaunte Bleckeder Bürgermeister Jens Böther die Gäste auf dem Schlosshof. „Die Elbe ist wieder da, wo sie hingehört, also steht uns auch kein Sandsack im Weg.“ Der Rathauschef dankte den Organisatoren und Helfern entlang der Strecke und wünschte allen Teilnehmern der Tour: „Viel Rückenwind und Trockenheit von oben.“

Letzteres hat nicht ganz funktioniert: Gegen Mittag wurden die Radler an der Elbe von leichten Schauern eingeholt. Aber das machte den meisten nichts aus: Sie hatten mit Regenjacken vorgesorgt.

Für die drei Städte war es gleichzeitig der Kampf um den Pokal. Mit 120 Radlern war Bleckede eindeutig das Schlusslicht des Anrainertrios. Doch Bürgermeister Jens Böther nahm die Niederlage gelassen. „Dann eben nächstes Jahr“, sagte er schmunzelnd.

Zum Pokal hat es also nicht gereicht, aber darum ging es auch eigentlich nie, sondern um die Natur entlang der Elbe, die die drei Städte und Länder eint. Die Radler sahen das ebenfalls gelassen und trafen sich alle wieder in Lauenburg, wo ein buntes Rahmenprogramm auf sie wartete.