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Wie hier bei Bleckede standen beim Sommerhochwasser der Elbe im Juni auch im Landkreis Lüneburg Gebäude unter Wasser. Jetzt dürfen auch private Hausbesitzer auf öffentliche Hilfe hoffen. Über Details informieren Kommunen und NBank am kommenden Montag. Foto: A/baukloh
Wie hier bei Bleckede standen beim Sommerhochwasser der Elbe im Juni auch im Landkreis Lüneburg Gebäude unter Wasser. Jetzt dürfen auch private Hausbesitzer auf öffentliche Hilfe hoffen. Über Details informieren Kommunen und NBank am kommenden Montag. Foto: A/baukloh

Hilfe für Privathaushalte

emi Bleckede. Anfang November hat das Land Niedersachsen weitere Hilfen für Hochwasseropfer zur Verfügung gestellt. Jetzt dürfen auch betroffene Privathaushalte auf eine finanzielle Entschädigung hoffen. Am Montag, 25. November, um 19 Uhr informiert die NBank, die für das Land Niedersachsen für die Gewährung der Hilfen verantwortlich ist, im Bleckeder Schloss über Details. Eingeladen sind Betroffene aus der Gemeinde Amt Neuhaus, der Stadt Bleckede und der Samtgemeinde Scharnebeck.
Bleckedes Bürgermeister Jens Böther liegt der Richtlinienentwurf des Landes über die Gewährung von Zuwendungen vor. „Das Dokument ist aber sehr juristisch-technisch formuliert. Da ist es gut, wenn jemand das verständlich übersetzt.“ Der Infoabend sei dazu da, konkrete Nachfragen zu klären, zum Beispiel: Wer ist eigentlich antragsberechtigt?“
Die Antwort nimmt Jörg Wieters von der NBank gegenüber der LZ teilweise schon vorweg: „Hilfe beantragen können alle Privateigentümer und Wohnungsbaugesellschaften, denen im Einzugsgebiet der Elbe durch das Hochwasser vom 18. Mai bis 4. Juli 2013 an ihrem selbstgenutzten oder vermieteten Wohnraum Schäden in einem Wert von mindestens 500 Euro entstanden sind.“ Darüber hinaus könnten auch Privatpersonen als Eigentümer oder Mieter von Wohnraum Hilfen für Schäden an Hausrat beantragen.
Die finanzielle Entschädigung erfolge mit Mitteln sowohl des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Inte-gration als auch des Bundes. Insgesamt betrage das Fördervolumen 1,25 Millionen Euro.
Aber nicht nur durch Überflutung geschädigte Haushalte würden gefördert, kündigt Wieters an: „Unter die sogenannten hochwasserbedingten Schäden fallen auch Schäden durch wild abfließendes Wasser, Sturzflut, aufsteigendes Grundwasser, überlaufende Regenwasser- und Mischkanalisation.“ Außerdem zählten unmittelbar durch das Hochwasser verursachte Folgen von Hangrutsch dazu. Nicht gefördert würden dagegen die Haushalte, „denen Schäden entstanden sind, weil sie in festgesetzten oder vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebieten gegen Vorschriften zum Schutz vor Hochwassergefahren verstoßen haben“.
Das Geld werde von der NBank an den Antragsteller ausbezahlt. „Die Zahlung der pauschalierten Förderbeträge erfolgt, sobald der Antrag bei der NBank eingegangen ist. In allen anderen Fällen zahlt die NBank den Förderbetrag nach Vorlage des Begutachtungsergebnisses.“
Antragsformulare sollen ab Mittwoch, 20. November, im Internet unter www.nbank.de abrufbar sein. Wieters erklärt: „Die Anträge werden bei den Kreisverwaltungen abgegeben und an die NBank weitergeleitet. Die Kreisverwaltungen können aber die Aufgabe an die kreisangehörigen Gemeinden übertragen.“
Nähere Informationen zum Thema gibt es bei der Veranstaltung am kommenden Montag, 25.11., im Schloss Bleckede, Schlossstraße 10. Ab 19 Uhr wird Carola Lührs von der NBank-Beratungsstelle Lüneburg genau erläutern, wer in welcher Höhe für welche Schäden eine Förderung beantragen kann und was die Antragsformulare genau beinhalten. Anschließend wird Horst Burchert, Leiter Städtebauförderung der NBank in Hannover, zur Verfügung stehen, um Nachfragen zum Verfahren und zum Antragsformular ausführlich zu beantworten. Ein Ziel des Infoabends laut Böther: „Betroffenen unbürokratisch zu zeigen, wo sie die Antragsformulare finden können.“