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Im Falle künftiger Hochwasser will die Stadt Bleckede schneller reagieren können. Deshalb soll ein ausführliches Hochwassereinsatzkonzept erstellt worden, soll im Feuerwehrhaus eine örtliche Einsatzleitstelle eingerichtet werden.
Im Falle künftiger Hochwasser will die Stadt Bleckede schneller reagieren können. Deshalb soll ein ausführliches Hochwassereinsatzkonzept erstellt worden, soll im Feuerwehrhaus eine örtliche Einsatzleitstelle eingerichtet werden.

Noch besser für den Notfall gerüstet

pet Bleckede. Glimpflich verlief das jüngste Elbe-Hochwasser im Juni 2013 für die Stadt Bleckede aber die Verantwortlichen in der Verwaltung und bei der Feuerwehr sind sich einig, dass man sich noch besser, noch effektiver schützen kann. Um das zu erreichen, ist in den vergangenen Monaten im Hintergrund fleißig gearbeitet worden. Mehrmals saßen Stadtbrandmeister Henning Banse, Vertreter Hermann Blanquett und Verwaltungsvertreter zusammen.

Der dabei entstandene ,,Einsatzplan Hochwasser Elbe und technische sowie räumliche Anforderungen an eine örtliche Einsatzleitung“ war Anfang des Jahres zum ersten Mal auf der Tagesordnung im Feuerschutz- und Katastrophenschutzausschuss des Stadtrats. Das Thema sei aber so umfangreich, dass nur der Einsatzplan Hochwasser Elbe ausführlich behandelt werden konnte, so Bleckedes Bürgermeister Jens Böther (CDU).

Dieser Einsatzplan ist auch Thema in der nächsten Sitzung des Stadtrats, die am Donnerstag, 27. März, 19 Uhr (öffentlich ab 19.30 Uhr), im Landgasthof Karze stattfinden wird. Dem Rat liegt ein Strukturpapier dazu vor, „das aber noch mit Leben erfüllt werden muss“, sagt Böther.

Die Struktur enthält zahllose wichtige Informationen für die Verantwortlichen, von der „Kommunikationsübersicht“ über die Erreichbarkeit von Unterabschnittsverantwortlichen, Informationen über Gefahrenstellen, Funkpläne der Feuerwehren, Karten und Luftbilder bis hin zur Verfügbarkeit von Fahrzeugen und Maschinen. Ziel sei es, den kompletten Plan bis zum Jahresende erstellt zu haben.

In einer weiteren Sitzung des Feuerschutz- und Katastrophenschutzausschusses ging es gestern Abend um den zweiten Teil der Initiative, die Einrichtung einer örtlichen Einsatzleitung in Bleckede eine Zentrale, die etwa bei einem nahenden Hochwasser und vor dem Ausrufen des Katastrophenalarms durch den Landkreis Lüneburg die Maßnahmen koordiniert und bei Eintritt des Katastrophenalarms zur ,,Abschnittseinsatzleitung“ wird.

Diese Maßnahme, das ist allen Beteiligten klar, ist mit dem Einsatz von viel Geld verbunden. Im vorgeschlagenen Konzept enthalten ist etwa die Erweiterung des Bleckeder Feuerwehrhauses um zwei Räume, die Anpassung der anliegenden Verkehrsflächen, aber auch die Anschaffung einer Telefonanlage, von Rechnern, Bildschirmen, Druckern und Funktechnik. Die Kosten gehen in den sechsstelligen Bereich, dabei hoffen die Bleckeder auf Unterstützung aus dem Strukturentwicklungsfonds des Landkreises. Auch in der Vergangenheit habe es schon im Bleckeder Feuerwehrhaus einen Raum für die Einsatzleitung gegeben, aber der habe bisher immer erst für den Einsatz hergerichtet werden müssen, erklärt Bürgermeister Jens Böther.

Noch in einem weiteren Tagesordnungspunkt ist in der Ratssitzung am Donnerstag die Feuerwehr Thema. Hintergrund sind Strategiepapiere des Kreisfeuerwehrverbands Lüneburg und des Landesfeuerwehrverbands mit dem Ziel der Zukunftssicherung der Freiwilligen Feuerwehren.

Als konkrete Verbesserungsmaßnahmen schlägt die Verwaltung der Stadt Bleckede unter anderem die Komplettausstattung ihrer Feuerwehrleute vor bisher mussten Teile der Uniform selbst bezahlt werden.

Weiter wird vorgeschlagen, Mitgliedern der Kinder- und Jugendfeuerwehr kostenlosen Eintritt in das Waldbad Alt Garge zu gewähren.