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Die Hauptkreuzung in Bleckede ist zugleich auch ein Unfallschwerpunkt. Jetzt soll sie durch einen Kreisel entschärft werden. Foto: A/off
Die Hauptkreuzung in Bleckede ist zugleich auch ein Unfallschwerpunkt. Jetzt soll sie durch einen Kreisel entschärft werden. Foto: A/off

In Bleckede geht es bald rund

cw Bleckede. Seit Jahren wird über eine Lösung für den Kreuzungsbereich Lüneburger Landstraße und Ortsdurchfahrt Bleckede nachgedacht. Jetzt wird es konkret: Bei der jüngsten Bauausschusssitzung in Alt Garge stellte Bauamtsleiter Wilfried Schuldt die Pläne für einen Kreisel vor, den die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr dort nächstes Jahr bauen will.

Die Kreuzung, an der die drei Landesstraßen sowie die Gemeindestraße zum Hafen zusammentreffen, gilt als Unfallschwerpunkt. Jüngste Verkehrszählungen haben auf den drei großen Straßen rund 5000 und auf der Elbstraße etwas mehr als 1000 Fahrzeuge am Tag ergeben. Dieses Verkehrsaufkommen muss der künftige Kreisel aufnehmen, dazu noch landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge und Lkw-Gespanne.

Entsprechend groß muss das Bauwerk also dimensioniert sein. „Der Kreisel wird 26 Meter Durchmesser haben, wobei die Fahrbahn neun Meter und der Kreisel-Kern acht Meter breit werden“, erläuterte Schuldt. Um das Gebilde im Kreuzungsbereich unterzubringen, muss das Ganze leicht nach Süd-Westen verschoben werden. „Der Grundankauf ist bereits erfolgt“, so Schuldt. Das Kücken-Denkmal bleibt bestehen, nur der Platz davor wird etwas kleiner. Weil die Lüneburger Landstraße vor dem Kreisel leicht nach links biegt, müssen zwei Bäume vor der Sparkasse gefällt werden.

In den Kreisel selbst münden nur die drei Landesstraßen, die Elbstraße wird in die Fritz-von-dem-Berge-Straße geführt. Das ist der kritische Punkt an den Planungen: Autofahrer müssen beim Abbiegen aus dem Kreisel in Richtung Alt Garge mit Linksabbiegern aus der Elbstraße rechnen. Der Bauausschuss regte deshalb an, dass hier künftig die Fahrtrichtung rechts vorgegeben wird.

Damit parkende Fahrzeuge nicht den Verkehrsfluss behindern, entsteht an der Breiten Straße eine kleine parallele Stichstraße für Stellplätze. Auch in der Elbstraße werden einige Stellplätze ausgewiesen, der Rest wird mit einem Parkverbot belegt. Rings um den Kreisel sind mehrere Grünflächen vorgesehen. Die Ecke an der Eisdiele soll mit Ketten abgesperrt werden, um zu verhindern, dass dort Fußgänger auf die Straße laufen.

Der Kreisel wird von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr gebaut und bezahlt, die Herrichtung der Gehwege und das Aufstellen der Straßenlaternen muss die Stadt tragen. Die Planungen werden in einer der kommenden Bauausschusssitzungen besprochen. Bürgermeister Jens Böther gab schon die Richtung vor: „Wir passen die Laternen und das Pflaster dem Rest an und dann wird das richtig schick.“

Um das gigantische Projekt zu realisieren, lassen sich Verkehrsbehinderungen während der Bauzeit nicht verhindern. „Der Kreisel wird in einem Rutsch gebaut“, erklärte Schuldt. „Dabei werden alle drei Landesstraßen komplett gesperrt.“ Über die Umleitungen werde man sich noch Gedanken machen müssen.
Das Planfeststellungsverfahren läuft bis zum 18. November. In dieser Zeit können die Pläne im Zimmer 13 des Rathauses eingesehen werden.