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Mit ihren vier Themenkirchen hat die Kirchengemeinde Reinstorf schon jetzt Schwerpunkte gesetzt. Gottesdienste finden im Wechsel in den Gotteshäusern in Reinstorf (Foto) und Barendorf statt, eine Stätte der Stille und des Abschieds ist die Kirche in Wendhausen, und die Kapelle in Vastorf dient kirchlichen Veranstaltungen. Foto: A/ib
Mit ihren vier Themenkirchen hat die Kirchengemeinde Reinstorf schon jetzt Schwerpunkte gesetzt. Gottesdienste finden im Wechsel in den Gotteshäusern in Reinstorf (Foto) und Barendorf statt, eine Stätte der Stille und des Abschieds ist die Kirche in Wendhausen, und die Kapelle in Vastorf dient kirchlichen Veranstaltungen. Foto: A/ib

Kirchenkreis Bleckede: Gotteshäuser auf Prüfstand

cw Bleckede. Gebäudemanagement ist für den Kirchenkreis Bleckede ein großes Thema. Während der jüngsten Sitzung des Kirchenkreistages machte Superintendent Christian Cordes deutlich, dass die rund 30 Kirchen des Kirchenkreises auf Dauer nicht alle unterhalten werden können. „Wir wollen keine Kirche abreißen oder verkaufen“, stellte er klar. „Aber wir können sie auch nicht alle in gleich gutem Zustand erhalten.“ Die Menschen müssten sich darauf einstellen, dass mittelfristig nur noch eine Kirche pro Gemeinde und langfristig nur noch eine in der Region in vollem Betrieb erhalten werden könne.

Cordes forderte die Mitglieder auf, sich Gedanken über Prioritäten zu machen. Einen Weg habe die Kirchengemeinde Reinstorf aufgezeigt. Sie hat ihre vier Gotteshäuser zu Themenkirchen gemacht, Gottesdienste laufen meist abwechselnd in Barendorf und Reinstorf. Die Wendhausener Kirche ist eine Stätte des Abschieds und der Stille, und die Vastorfer Kapelle ist für kirchliche Veranstaltungen, wie etwa die alljährliche Nikolausfeier vorgesehen.

Im weiteren Verlauf seines Berichtes befasste sich der Superintendent mit der Mitgliederentwicklung im Kirchenkreis. „Wir haben im Vergleich zu anderen Kirchenkreisen eine hohe Mitgliederstabilität“, befand er. Im vergangenen Jahr sind es 343 Mitglieder weniger geworden. „Es sind vor allem Jugendliche, die für das Studium wegziehen“, erläuterte er. „Dafür ist das Engagement der Jugend in der Kirche sehr viel größer geworden.“ Bei den Amtshandlungen gestaltet sich das Ergebnis ähnlich: Während Konfirmationen und Beerdigungen naturgemäß relativ stabil blieben, verzeichnete Cordes weniger Taufen und Trauungen.

Erfreuliche Nachrichten hatte Cordes für das Amt Neuhaus. „Wir haben noch genug Geld über, um die halbe Stelle des Pastorenehepaares bis zu deren Rente aufrecht zu erhalten“, sagte er. Die Kirchengemeinden Nahrendorf und Dahlenburg werden künftig verbunden sein. „Das soll die Gemeinden stärken für die Zeit, wenn 2018 einer der beiden Pastoren in Pension geht“, erläuterte Cordes. Die Landeskirche werde das in Kürze verfügen.