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Karin Erhart aus Walmsburg (r.) schmökert begeistert in den Kochbüchern am Stand von Hans-Dieter Fischer (v.l.) und Marion Buchwald. Foto: cw
Karin Erhart aus Walmsburg (r.) schmökert begeistert in den Kochbüchern am Stand von Hans-Dieter Fischer (v.l.) und Marion Buchwald. Foto: cw

Entdeckungsreise in Barskamp

cw Barskamp. Es hatte ein bisschen etwas von einer Schatzsuche: Wer den Dorfflohmarkt in Barskamp besuchen wollte, bekam auf dem Marktplatz eine Karte in die Hand gedrückt. Dann hieß es finden und entdecken. Wer nicht so gut Karten lesen konnte oder sich einfach überraschen lassen wollte, musste nur den Luftballons folgen, die vor jedem Haus, das etwas anbot, angebracht waren. 35 Barskamper hatten an diesem Sonnabend ihre Türen geöffnet, Flohmarktstände aufgestellt, Essen gekocht oder Mitmach-Angebote vorbereitet. Ziel war es, ins Gespräch zu kommen und das Dorf zu entdecken.

„Das ist eine ganz tolle Idee“, findet Margit Oelschläger, die aus Radenbeck gekommen ist und emsig in den Kochbüchern vor ihr stöbert. „Wir wollen auf jeden Fall den gesamten Lageplan abbummeln“, versichert ihre Freundin, Karin Erhart aus Walmsburg. Die beiden stehen vor dem gemeinsamen Flohmarktstand von Marion Buchwald und Hans-Dieter Fischer, die in gemütlichen Stühlen die Besucher an sich vorbei ziehen lassen. „Es kommen doch recht viele“, befindet Fischer. „Ich dachte erst, so etwas müsste man zentral am Dorfplatz machen, aber es funktioniert.“ Gerade eben hält ein Auto auf dem Seitenstreifen, eine ältere Dame steigt aus. „Ich suche eigentlich nur Mokkalöffel“, erklärt sie, wirft einen Blick über die Waren. „Haben wir leider nicht“, sagt Marion Buchwald lächelnd, und die Dame steigt wieder ein und fährt zum nächsten Stand. Die Idee zu diesem Flohmarkt kam vom Dorfverein Barskamp. „Das Wetter lässt noch ein bisschen zu wünschen übrig, aber ich sehe überall Autos im Dorf“, sagt die Vorsitzende Sonja Berning. Sie selbst steht seit 9 Uhr morgens hinter ihrem Stand und bietet jede Stunde einmal Lachyoga an. „Es kommen immer wieder Leute, auch von außerhalb“, freut sie sich.

Ein paar Häuser weiter steht Rudolf Rötzer bei seinem Freund auf dem Hof. Der gebürtige Argentinier hat für diesen Tag südamerikanische Spezialitäten gekocht, die die Besucher gern probieren dürfen. „Dieser Flohmarkt ist eine feine Sache“, sagt er. „Es ist überraschend, was verkauft wird und was nicht.“ Er kann dem Flohmarkt noch eine ganz andere Seite abgewinnen. „Man kann einen Tag lang einfach mal abschalten und zur Ruhe kommen.“

Ob der Dorfflohmarkt im kommenden Jahr eine Fortsetzung erfährt, lässt Sonja Berning offen. „Wir wollen ja nicht, dass es zu langweilig wird“, schmunzelt sie. „Neue Ideen sind das Salz in der Suppe.“