Dienstag , 27. September 2016
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An den Mittelflügel der Grundschule Reppenstedt (r.) sollen bis zum Schuljahresbeginn 2014/15 parallel zum Weg zwei allgemeine Unterrichtsräume angebaut werden. Das sieht ein Entwurf vor, der jetzt von Schul- und Bauausschuss der Samtgemeinde Gellersen einstimmig befürwortet wurde. Foto: t&w
An den Mittelflügel der Grundschule Reppenstedt (r.) sollen bis zum Schuljahresbeginn 2014/15 parallel zum Weg zwei allgemeine Unterrichtsräume angebaut werden. Das sieht ein Entwurf vor, der jetzt von Schul- und Bauausschuss der Samtgemeinde Gellersen einstimmig befürwortet wurde. Foto: t&w

Mit zwei Schritten in die Zukunft

emi Reppenstedt. Er sei „dermaßen zuversichtlich, dass wir heute ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept vorstellen können“, schickte Samtgemeindebürgermeister Josef Röttgers der Präsentation voraus und wurde nicht enttäuscht. Die „notwendige bauliche Erweiterung der Grundschule Reppenstedt zum Schuljahr 2014/2015“ stand jetzt erneut zur Abstimmung in einer Gemeinschaftssitzung von Schul- und Bauausschuss der Samtgemeinde Gellersen. Damit, dass der von Architekt Peter Rabeler gezeigte Vorentwurf so schnell und einmütig durchgewunken würde, hatte Schulleiter Hartmut Lenz jedoch nicht gerechnet. Demnach sollen noch in diesem Jahr in einem ersten Schritt zwei allgemeine Unterrichtsräume am Mittelflügel der Schule angebaut werden, um den dringlichsten Raumbedarf zu decken. Ein weiterer Anbau könnte dann im Jahr 2015 erfolgen.

Einstimmig fassten die Ausschussmitglieder ihre Beschlussempfehlung: Die Verwaltung soll beauftragt werden, auf der Basis der vorgestellten Gesamtplanung die beiden Realisierungsphasen detailliert zu planen und „alle Maßnahmen durchzuführen, die insbesondere für eine Fertigstellung der Phase 1 zum Schuljahresbeginn 2014/15 notwendig sind“. Denn die Zeit drängt: Nach den Sommerferien erwartet die Samtgemeinde rund 85 Erstklässler für die Grundschule Reppenstedt und damit eine Vierzügigkeit. Das Raumproblem, das sich dadurch abzeichnet, soll durch die vorgestellte Planung gelöst werden. „Eine sinnvolle und logische Abfolge der Baumaßnahmen“, bescheinigte Lenz jetzt in der Ausschusssitzung.

Ursprünglich hatten sich Bau- und Schulausschuss schon am 20. Januar auf ein Konzept für die bauliche Erweiterung einigen wollen. Stattdessen beauftragten sie trotz Zeitdruck die Samtgemeindeverwaltung, Kombinationen aus den bereits zuvor diskutierten Anbau-Varianten erarbeiten zu lassen (LZ berichtete). Der jetzt von Architekt Rabeler präsentierte Vorentwurf ist eine Kombination der Varianten zwei und drei. Durch die Errichtung des für 2014 avisierten Gebäudes am Mittelflügel würde sich ein kleiner Innenhof bilden, der laut Rabeler möglicherweise mit Hilfe der Eltern gestaltet und zum Frühjahr 2015 genutzt werden könnte. Im kommenden Jahr soll dann auf einem Teil des Schulhofs ein weiterer Anbau entstehen: Der würde nicht nur Raum für nachschulische Betreuung bieten, sondern könnte auch den Bedarf im Hinblick auf künftige Herausforderungen wie Inklusion und Ganztagsschule decken, wäre beispielsweise als Mensa nutzbar.

Kein Thema in der jüngsten Gemeinschaftssitzung waren die Kosten für die geplanten Vorhaben. Bauamtsleiterin Susanne Stille nennt auf LZ-Nachfrage als Summe für die Arbeiten im ersten Bauabschnitt 340000 Euro. Rund eine halbe Million falle zudem allein für das Mensa-Gebäude an. Die Mittel für beide Projekte sollen in den Nachtragshaushalt 2014 eingestellt werden: Durch eine Verpflichtungsermächtigung will die Samtgemeinde bereits jetzt die notwendigen Mittel für den geplanten Bau in 2015 reservieren.

Am Dienstag, 4. Februar, wird sich der Finanzausschuss der Samtgemeinde Gellersen mit den Kosten für das Konzept beschäftigen. Die endgültige Entscheidung über die Maßnahme soll dann am Montag, 24. Februar, im Samtgemeinderat fallen. Damit rechtzeitig alles picobello ist, wenn die neuen ABC-Schützen im September kommen.