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Marode sind viele Straßen und Gehwege in Südergellersen und Heiligenthal. Schrittweise sollen sie jetzt saniert werden. Foto: jk
Marode sind viele Straßen und Gehwege in Südergellersen und Heiligenthal. Schrittweise sollen sie jetzt saniert werden. Foto: jk

Rosskur für marode Straßen

jk Südergellersen. Da kommt etwas auf die Gemeinde Südergellersen zu: In der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses stellte Bürgermeister und Gemeindedirektor Andreas Bahlburg erstmals die Prioritätenliste der anstehenden Straßensanierungen vor. 1,2 Millionen Euro müsse die Gemeinde investieren, so Bahlburg, davon fast eine Million Euro selbst schultern. Er empfahl, pro Jahr eine Straße zu sanieren.

Allerdings fallen zwei der teuersten Sanierungsmaßnahmen in der Gemeinde in die Zuständigkeit des Landkreises. Laut Bahlburg ist die Oerzer Straße durch jahrelange Tontransporte schwer beschädigt, der Seitenstreifen völlig ausgefahren. Die Kirchgellerser Straße sei ebenfalls in einem sehr schlechten Zustand. Die Sanierungskosten für die beiden Kreisstraßen schätzt das beauftragte Planungsbüros auf fast eine viertel Million Euro.

Aber auch viele gemeindeeigene Straßen bekamen von den Fachleuten nicht das Prädikat „gut“: Die „Hitliste“ der schlechtesten Straßen führt der Alte Kirchsteig an, gefolgt von Ginsterweg und Heiligenthaler Weg. Für die Sanierung der drei Straßen müssen insgesamt 215000 Euro veranschlagt werden. Weitere 170000 Euro werden fällig für die Arbeiten an Stoppelweg, Wacholderweg und Westergellerser Weg.

In Heiligenthal fielen bei der Bestandsaufnahme der Böhmsholzer Weg und der Voigtskamp negativ auf. Die Kosten für die Instandsetzung beziffern die Planer mit 75000 Euro. Obwohl niemand die Notwendigkeit der Arbeiten anzweifelte, entschied der Ausschuss einstimmig, das Thema vorerst zurückzustellen. Hintergrund ist, dass das Planungsbüro die Kosten für Gehwegsanierungen teilweise in die Straßenliste eingearbeitet hatte. Nach Ansicht von Nicole Müller (SPD) ergebe sich daraus ein verzerrtes Bild der anfallenden Arbeiten und Kosten. Deshalb beauftragte der Ausschuss den Gemeindedirektor, zwei neue Prioritätenlisten, getrennt nach Straßen- und Gehwegsanierungen, zu erstellen.

Denn auch die Bürgersteige in Südergellersen sind abschnittsweise in einem schlechten Zustand. „Rund 15000 Euro haben wir in den vergangenen Jahren für Reparaturen aufgewendet“, erinnerte Bahlburg, weitere 12000 Euro seien im laufenden Haushalt veranschlagt. Negativ fielen bei der Gesamtschau der Gehwege erneut der Alte Kirchsteig und Stoppelweg sowie Drosselgasse, Am Berg, Auf der Höhe, Georg-Cohrs-Weg, Birkenweg und Ginsterweg auf.

Ausschussvorsitzender Lutz Tetau meinte, die Gehwegsanierungen sollten „hintereinander weg abgearbeitet werden“. Ganz vorn sollten die Stellen stehen, an denen die gesetzliche Verkehrssicherungspflicht die Gemeinde zum Handeln zwinge. Bahlburg schlug vor, 200 Meter im Birkenweg sowie Alter Kirchsteig in zwei Etappen zu sanieren und den Georg-Cohrs-Weg für 2015 mit oberster Priorität in Angriff zu nehmen. Dem stimmte der Ausschuss einstimmig zu.

Kaufen wird die Gemeinde nach dem Willen des Ausschusses zudem einen Aussichtsturm für das Projekt „Naturblicke“. Das 16 Meter hohe Holzbauwerk soll am Westergellerser Weg rechts neben dem Tor zum Bürgerwald errichtet werden. „Es sieht wie der Aussichtsturm im Biosphärenreservat an der Elbe aus“, erklärte Bahlburg. Die Kosten belaufen sich auf 80000 bis 100000 Euro, 20 Prozent zahlt die Gemeinde.

One comment

  1. Eckermann, Astrid

    Es wäre sehr gut, wenn Sie über die Samtgemeinden mehr aktuelle Berichte auch ONLINE einstellen würden. So z. B. über die geplanten Vorrangflächen für Windkraft in Bereich Wetzen, Oerzen und Südergellersen, der gestern, am 13.3.14, in der Landeszeitung veröffentlicht wurde. Am 24. März 2014 wird um 19 Uhr in der Wassermühle in Heiligenthal eine weitere Infoveranstaltung der kürzlich gegründeten Bürgerinitiative „BIWOS – Windkraft mit Vernunft – “ stattfinden. Weitere Infos: http://www.biwos.org/
    Ich kann nur hoffen, dass viele Bewohner dieser Orte die angebotenen Informationen über dieses umfangreiche Projekt nutzen (s. hierzu auch den Flyer auf der Seite von BIWOS) und die Bürgerinitiative unterstützen.
    Auch ich habe nichts gegen Windkraft, die Anlagen sollten allerdings in vertretbarem Maße und in entsprechendem Abstand zu den Wohnhäusern aufgestellt werden. Der Landkreis Lüneburg plant direkt hinter meinem Grundstück ein riesiges Gebiet (500 ha Gesamtgebiet und über 5 km Breite!!!!) als
    Vorrangfläche für Windkraftanlagen auszuweisen (200 m hoch und 800 m zu den
    Wohnhäusern entfernt).