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Schon länger herrscht Platzmangel im Reppenstedter Rathaus. Jetzt will die Samtgemeinde Gellersen das gegenüberliegende Sparkassengebäude kaufen, einen Teil der Räume an die Sparkasse vermieten und den anderen Teil selbst nutzen. Foto: t&w
Schon länger herrscht Platzmangel im Reppenstedter Rathaus. Jetzt will die Samtgemeinde Gellersen das gegenüberliegende Sparkassengebäude kaufen, einen Teil der Räume an die Sparkasse vermieten und den anderen Teil selbst nutzen. Foto: t&w

Sparkassen-Gebäude vor Verkauf

dth Reppenstedt. Das Gellerser Rathaus in Reppenstedt wird sich ab August ausbreiten und zwar auf das benachbarte Sparkassen-Gebäude der Filiale Gellersen in Reppenstedt. In den vergangenen Monaten haben die Samtgemeinde Gellersen und die Sparkasse Lüneburg die Verhandlungen über einen möglichen Kaufvertrag intensiviert und sind zu einem guten Ergebnis gekommen, wie beide Seiten gegenüber der LZ bestätigt haben. Sollte der Samtgemeinderat bei seiner Sitzung am 28. Juli dem zweiten Nachtragshaushalt zustimmen, wäre der Weg frei für den Eigentümerwechsel ab 1. August. Die Sparkasse bleibt allerdings an dem Standort erhalten und mietet benötigte Räume zurück.

Zeitweise kursierten im Rathaus Gedankenspiele über einen Anbau mit rund 200 Quadratmetern, um dem steigenden Platzbedarf der wachsenden Verwaltung zu begegnen. Jetzt soll der Gebäudekauf die Probleme lösen. Samtgemeindebürgermeister Josef Röttgers sagt auf LZ-Nachfrage: „Damit erfolgt eine notwendige Entlastung und wir können unserem Personal vernünftige Räume zur Verfügung stellen.“ In einem ersten Schritt solle zunächst „ein kleinerer Fachbereich“ komplett umziehen. Röttgers: „Außerdem bekommen wir das Eigentum an einem günstig gelegenen Grundstück von rund 2600 Quadratmetern.“

Röttgers: „Der Kaufpreis ist einvernehmlich und stellt für beide Seiten eine Win-Win-Situation dar.“ Über die Höhe des Kaufpreises schweigen sich aber beide Seiten aus.Allerdings kam im Gellerser Finanzausschuss Ende Mai zur Sprache, dass die Gemeinde Reppenstedt einen Zuschuss in Höhe von 200000 Euro in Aussicht stellt, aber auch dafür wäre noch ein Nachtragshaushalt notwendig.

Dazu sagte kürzlich Reppenstedts Gemeindebürgermeister Jürgen Backhaus auf LZ-Nachfrage: „Das Interesse der Gemeinde ist es, das Zentrum Reppenstedts zu stärken und das Rathaus räumlich zu erweitern, ohne neu bauen zu müssen. Allerdings handelt es sich dabei um eine Anstrengung der Samtgemeinde, und wir helfen ihr finanziell in den Sattel.“ Ein Teil der neuen Räume könnte auch für gemeindliche Veranstaltungen genutzt werden.

Lüneburgs Sparkassen-Sprecher Frank Elsner sagt: „Die Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde war bisher konstruktiv und partnerschaftlich, jetzt rücken wir auch räumlich enger zusammen.“ Im Rahmen des Dialogs sei die Samtgemeinde auf die Sparkasse zugekommen, ob sie nicht an einem Verkauf interessiert sei und rannte offenbar offene Türen ein. Elsner: „Unser Kerngeschäft ist nicht die Vermietung unserer Immobilien, sondern die finanzielle Betreuung unserer Kunden.“

Deshalb suche die Sparkasse nach neuen Eigentümern für Räume, die nicht mehr für den Betrieb benötigt werden. Im Reppenstedter Fall haben sich beide Seiten aber auf eine weitergehende Lösung verständigt. Elsner: „Nach Vorabstimmung der Gremien und der Samtgemeinde wurde beschlossen, Gebäude und Grundstück an die Samtgemeinde zu veräußern.“

Gleichwohl betont Elsner: „Wir wollen keinen Zweifel daran lassen: Wir halten an der Filiale Gellersen in Reppenstedt als prosperierendem Standort westlich der Stadt Lüneburg fest.“ Sollte der Eigentümerwechsel, abhängig von der Ratsentscheidung, zustande kommen, würde die Sparkasse noch benötigte Räume zurückmieten.

Das Gebäude verfügt über eine Nutzfläche von insgesamt 570 Quadratmetern. 400 Quadratmeter will die Sparkasse weiterhin für den Betrieb beanspruchen. Die Samtgemeinde erhielte zur Nutzung rund 170 Quadratmeter verteilt auf einen Veranstaltungsraum und drei Büros. Elsner: „Bis auf Weiteres ist das die Lösung, mit der wir leben wollen und werden.“