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Sabine Engel und Werner Sander tragen erste Kartons vom Rathaus zur Sparkasse. Foto: t&w
Sabine Engel und Werner Sander tragen erste Kartons vom Rathaus zur Sparkasse. Foto: t&w

Sparkasse muss sich neu orientieren

dth Reppenstedt. Der Umzug von Teilen der Samtgemeindeverwaltung in das Reppenstedter Sparkassen-Gebäude gegenüber dem Rathaus läuft. Zunächst wird das Amt für Kinder, Jugend und Senioren sich in den ehemaligen Seminar- und Schulungsräumen neben dem weiterlaufenden Sparkassen-Betrieb einrichten. Wie berichtet, hatte Ende Juli die Samtgemeinde Gellersen mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde Reppenstedt das Gebäude des Kreditinstitutes gekauft. Seit dem 1. August ist die Samtgemeinde Vermieter der Sparkasse. Gellersens Bürgermeister Josef Röttgers machte bei einem Ortstermin keinen Hehl daraus, dass die Samtgemeinde nicht dauerhaft als Vermieter auftreten, sondern in absehbarer Zeit, im nächsten oder übernächsten Jahr, auch die übrigen Räume für die Rathauserweiterung nutzen möchte. Demnach müsste sich die Filiale einen neuen Standort suchen.

Röttgers sagte: „Ich bin zuversichtlich, dass die Sparkasse in Reppenstedt bleiben wird und eine geeignete zentrale Lage an der Landesstraße für einen neuen Standort finden wird.“ Bisher hatte der Lüneburger Sparkassen-Sprecher Frank Elsner stets betont, dass die Filiale Reppenstedt erhalten bleibt. Auf LZ-Nachfrage, an welchem Standort denn die Filiale in Reppenstedt künftig zu finden sein wird, gaben sich die Sparkassen-Vertreter noch zugeknöpft. Marcus Freudenreich, Leiter Vorstandsstab, sagte nur so viel: „Unsere Überlegungen gehen dahin, dass wir für all unsere Filialstandorte zentrale Lagen ermöglichen wollen. Das ist in Reppenstedt derzeit nicht mehr gegeben.“ Mit der Ortsentwicklung in den vergangenen Jahre hat die Adresse Dachtmisser Straße 1 zunehmend ihren ehemals zentralen Charakter verloren.

Aber für die Erweiterung des Rathauses kommt das Gebäude wie gerufen. Erst kürzlich hat die Samtgemeinde unterirdisch Lichtwellenleiter verlegen lassen, um die neue Ratshaus-Dependance unter anderem mit dem Computer-Netzwerk der Verwaltung zu verbinden. Werner Sander, Leiter des Amtes für Kinder, Jugend und Senioren, hat bereits mit Mitarbeiterin Sabine Engel die ersten Umzugskartons rübergeschleppt. Sander: „Ab Dienstag, 9. September, ist unser Amt am neuen Standort voll arbeitsfähig.“

Der Zugang befindet sich am Hintereingang der Sparkassen-Filiale und soll noch extra ausgeschildert werden. Die bisherigen Telefonnummern bleiben bestehen. Auf die Frage, warum ausgerechnet sein Amt den Standort wechselt, sagte Sander: „Weil wir mit zwei Mitarbeitern das kleinste Amt in der Samtgemeinde Gellersen sind und der Umzug somit am unkompliziertesten ist.“

Insgesamt übernimmt die Samtgemeindeverwaltung zunächst 170 Quadratmeter Fläche zur eigenen Nutzung, verteilt auf einen Veranstaltungsraum und drei Büros. Die restlichen rund 400 Quadratmeter beansprucht weiterhin die Sparkasse für den Betrieb.

„Der Bedarf, das Rathaus zu erweitern, besteht schon seit Jahren“, sagte Samtgemeindebürgermeister Röttgers. Der Umzug des Amtes nehme nun endlich etwas Druck raus. Gleichzeitig wurde ein freigewordenes Büro im Rathaus bereits wieder neu besetzt. Oberinspektor Tobias Raudies soll das Rathaus-Team dauerhaft verstärken. Offiziell ist er aber noch Bediensteter der Freien und Hansestadt Hamburg. Bei der jüngsten Sitzung hatte der Samtgemeinderat Gellersen seiner „Abordnung mit dem Ziel der Versetzung an die Samtgemeinde Gellersen“ zugestimmt, zunächst befristet bis Ende Oktober. Einigt sich die Samtgemeinde mit dem bisherigen Dienstherrn, könnte Raudies künftig Bauamtsleiterin Susanne Stille unterstützen. Er wäre zwar dem Samtgemeindebürgermeister zugeordnet, soll aber eigenverantwortlich Bauprojekte begleiten. Zudem wäre er, vorbehaltlich der Zustimmung des Gemeinderates Kirchgellersen, als neuer Gemeindedirektor vorgesehen, würde das Amt von Arndt Conrad übernehmen.

One comment

  1. Sparkasse muss sich neu orientieren. es wäre schön, wenn sie es in richtung ihre kunden täte. wer glaubt, die sparkasse meint es nur gut mit ihren kunden, glaubt auch noch an der klapperstorch , der die kinder bringt.