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16 Meter über dem Erdboden soll die Aussichtsplattform des Turms  liegen. Grafik: ralf zabiegay/nh
16 Meter über dem Erdboden soll die Aussichtsplattform des Turms liegen. Grafik: ralf zabiegay/nh

Turmbau zu Südergellersen

dth Südergellersen. Hoch hinaus über die Baumwipfel geht es bald in Südergellersen: Die Baugenehmigung durch den Landkreis Lüneburg für den geplanten Aussichtsturm liegt jetzt bei der Gemeinde vor. „Damit kann die Ausschreibung losgehen“, freut sich Südergellersens Gemeindebürgermeister Andreas Bahlburg (CDU). „Der Aussichtsturm rundet das Angebot in unserem Naherholungsgebiet Hambörn für Einheimische und Touristen ab.“ Rund 17 Meter hoch soll der Holzturm werden, der im Rahmen des Naturpark-Projektes „Naturblicke“ zu 80 Prozent mit Landes- und EU-Mitteln bezahlt wird. Demnach rechnet die Gemeinde mit einem Eigenanteil an den Kosten von rund 20000 Euro. Dabei hatte es zwischenzeitlich nicht so rosig ausgesehen für den Turmbau zu Südergellersen.

Erst hatte der Naturpark Lüneburger Heide eine Absage einstecken müssen, die erhofften Mittel aus dem Programm „Natur erleben“ schienen ausgeschöpft, die „Naturblicke“, bei denen verschiedene Aussichtspunkte in der Region neu inszeniert werden sollten, wurden vorübergehend in die Warteschleife geschickt. Doch gegen Jahresende 2013 kam die frohe Botschaft, dass es kurzfristig mit der Förderung doch klappe. Damit hatte sich auch ausgezahlt, dass etwa die Gemeinde Südergellersen an ihren Turmbauplänen festgehalten hatte, trotz der zunächst düsteren Aussichten auf finanzielle Unterstützung. Zu Jahresbeginn holte Bahlburg die ausgearbeiteten Pläne wieder aus der Schublade und beantragte beim Landkreis Lüneburg die Baugenehmigung.

Rund ein halbes Jahr dauerte es, bis die Prüfungen erfolgt und alle erforderlichen Nachweise beigebracht worden waren. Bahlburg: „Das Verfahren war erheblich aufwendiger, als wir bei der Antragstellung vermutet hatten.“ Es mussten Stellplatznachweise geführt, Baulasten eingetragen und ein landespflegerischer Begleitplan für die Errichtung des Turmes erstellt werden. Jetzt ist der Weg frei für den Bau, der laut Bahlburg aber mit Blick auf die Ausschreibung und die aktuelle Jahreszeit wohl erst im Frühjahr 2015 stattfinden werde.

Den gewünschten Standort hatte die Gemeinde längst abgesteckt, nahe dem Bürgerwald. Dieser bildet gemeinsam mit der Urwaldzelle mit einer bereits bestehenden kleinen Aussichtsplattform, Schafstall, Köhlerhütte und kleiner Heidefläche ein einzigartiges Ensemble im Naherholungsgebiet Hambörn am Ende der Westergellerser Straße in Südergellersen.

Bei der Ausführung des Turm-Baus greift die Gemeinde auf eine Konstruktion zurück, die das Ingenieurbüro für Tragwerksplanung von Ralf Zabiegay bereits zweimal in der Elbtalaue errichtet hat: am Kniepenberg zwischen Drethem und Hitzacker (Geokoordinaten: N 53° 11.72413, E 010° 58.04416) sowie am Deichverteidigungsweg zwischen Neu Bleckede und Goth­mann (N 53° 20.39892, E 010° 45.04649). Jetzt kommt einer im Naturpark Lüneburger Heide hinzu. Zabiegay sagt: „Die Aussichtsplattform des Turmes wird sich 15,96 Meter über dem Gelände befinden.“ Hinzu kommt ein Geländer mit einer Höhe von 1,10 Meter.