Mittwoch , 28. September 2016
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Die neue Mensa soll sich mit ihrer Glasfassade zum Schulhof hin öffnen. Neben der energetischen Sanierung und dem jüngsten Schulanbau schreitet damit die Entwicklung der Grundschule Reppenstedt weiter voran. Grafik: architekturbüro rabeler/nh
Die neue Mensa soll sich mit ihrer Glasfassade zum Schulhof hin öffnen. Neben der energetischen Sanierung und dem jüngsten Schulanbau schreitet damit die Entwicklung der Grundschule Reppenstedt weiter voran. Grafik: architekturbüro rabeler/nh

Mensa-Pläne nehmen Gestalt an

dth Reppenstedt. Während Reppenstedts Grundschulleiter Hartmut Lenz sich freute, „dass ich das noch erleben darf“, fühlten sich die CDU-Vertreter vor den Kopf gestoßen. Die Mehrheit aber zeigte sich durchweg zufrieden. In einer gemeinsamen Sitzung brachten Schul- sowie der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss der Samtgemeinde Gellersen weitere Bauprojekte auf den Weg, die sich voraussichtlich mit mindestens 1,16 Millionen Euro im Haushalt niederschlagen werden. Größter Brocken ist die geplante Grundschul-Mensa , die sich auch als Veranstaltungsraum eignet. Architekt Peter Rabeler stellte dazu den Entwurf vor und verschnürte ihn gleich in einem größeren Maßnahmenpaket. So wolle er etwa die Schulaula neu ordnen, das Brandschutzkonzept überarbeiten, neue Eingangsbereiche schaffen und, wie gefordert, die Sanitärräume sanieren.

Zuletzt hatte das Architekturbüro Rabeler an der Reppenstedter Grundschule mit einer Doppelbaustelle zu tun: Zum einen wurde in den Sommerferien der nächste Bauabschnitt bei der energetischen Sanierung durchgeführt und zudem parallel die Schulerweiterung durch einen Anbau für zwei neue Unterrichtsräume. Für 2015 ist die dritte Phase der energetischen Sanierung vorgesehen. Jetzt soll Rabeler unter anderem noch die Mensa bauen.

Zur Vorbereitung auf das neue Projekt hatten Verwaltungsspitze, Architekt und Schulleiter sich bestehende Mensa-Bauten im Landkreis Lüneburg angeschaut und ihre Lehren daraus gezogen. Aus der Mensa im Schulzentrum Oedeme haben sie laut Rabeler etwa die Erkenntnis mitgenommen, dass die Berücksichtigung eines Lagerraums für Stühle sinnvoll sei. Bei den Planungen wurde nun Pi mal Daumen davon ausgegangen, dass künftig zirka 50 Prozent der derzeit rund 270 Schüler das Mensa-Angebot nutzen würden. Demnach seien 75 Plätze in zwei Schichten in der Mensa vorgesehen, die mit einer Grundfläche von 140 Quadratmetern relativ klein ausfiele.

Das neue Gebäude, das auch zusätzlichen Raum für nachschulische Betreuung böte, soll ungefähr beim heutigen Haupteingang ansetzen und sich, der Form nach „einer geöffneten Schultüte“ gleich, mit einer breiten Glasfassade zum Schulhof hin öffnen. Vorgesehen darin sind unter anderem eine Wärmeküche für die Ausgabe angelieferten Essens, Garderobe bis hin zu Personalräumen.

Mit dem Bau der Mensa schlägt Rabeler vor, auch den Haupteingang zu versetzen und ein kleines Foyer mit 36 Quadratmetern zu schaffen. Zudem solle die Schulaula „umgedreht“, die dortige Bühne auf die gegenüberliegende Seite der Pausenhalle versetzt werden, um die Verkehrswege zu entzerren. Und auch wenn es mit der Grundschule direkt nichts zu tun habe, räumte Rabeler ein, „aber wir könnten bei der Gelegenheit für die kleine Turnhalle, die bisher nur über einen schmalen Flur erreichbar ist, noch einen richtigen Eingangsbereich schaffen“.

Die Kostenschätzung für die Mensa und die damit verbundene Neustrukturierung anderer Räume beläuft sich auf rund 750000 Euro. Die Samtgemeindeverwaltung rechnet mit zusätzlichen Kosten für Ausstattung in Höhe von rund 150000 Euro. Hinzu kommen weitere 260000 Euro für die Sanierung und Umbau des Sanitärbereichs unter anderem mit der Schaffung eines Behinderten-WCs. In Summe 1,16 Millionen Euro.

Für das Konzept gab es von den Mitgliedern beider Ausschüsse und der Verwaltung durchweg Lob. Jürgen Hesse (SOLI) regte allerdings an, für die große Schule zwei Behinderten-WCs mit Duschanlage einzurichten. Oliver Glodzei (Grüne) sagte in Richtung Rabeler: „Ich habe den Eindruck, dass wir mehr bekommen haben, als wir vorher besprochen haben. Das gefällt mir alles sehr gut, das wertet das Schulgebäude erheblich auf.“ Auch Schulleiter Lenz lobte den Entwurf: „Das ist alles hervorragend! Wir haben nur zwei Unbekannte: die zukünftigen Schülerzahlen und die Esser. Aber wenn das Gebäude da steht, werden wir schon etwas Vernünftiges damit machen.“

Beide Ausschüsse stimmten, bei Enthaltung der CDU, dafür, die Verwaltung zu beauftragen „auf der Basis der heute vorgestellten Planung für den Mensaanbau und im Zusammenhang der damit erforderlichen Umbauten, alle Maßnahmen durchzuführen, die für eine Fertigstellung im Jahre 2015/2016 notwendig sind“. Dabei hatte die CDU mehrmals darum gebeten, über das Projekt nach der ersten Vorstellung noch einmal in den Fraktionen zu beraten. Doch Fragen und Einwendungen könnten immer noch eingebracht werden, hieß es. Zumal noch der Samtgemeindeausschuss und der Samtgemeinderat darüber entscheiden müssen.