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Schon länger herrscht Platzmangel im Reppenstedter Rathaus. Das gegenüberliegende Sparkassengebäude hat die Samtgemeinde Gellersen bereits gekauft. Jetzt braucht sie Ende 2015, wenn die Sparkasse ausgezogen ist, Geld, um das Gebäude für ihre Zwecke umzubauen. Foto: A/t&w
Schon länger herrscht Platzmangel im Reppenstedter Rathaus. Das gegenüberliegende Sparkassengebäude hat die Samtgemeinde Gellersen bereits gekauft. Jetzt braucht sie Ende 2015, wenn die Sparkasse ausgezogen ist, Geld, um das Gebäude für ihre Zwecke umzubauen. Foto: A/t&w

Sparkassen-Umbau auf Eis

dth Reppenstedt. Im Zuge der Haushaltsberatungen muss die Gellerser Samtgemeindeverwaltung um die angeschobene Rathaus-Erweiterung bangen. Jüngst hatte die Samtgemeinde mit Unterstützung der Gemeinde Reppenstedt das gegenüberliegende Sparkassen-Gebäude gekauft. Seit dem 1. August ist die Samtgemeinde Vermieter der Sparkasse.

Das Amt für Kinder, Jugend und Senioren mit zwei Mitarbeitern der Verwaltung ist bereits hinüber gezogen. Der Bedarf für acht bis neun weitere Räume ist da. Die Samtgemeindeverwaltung rechnet damit, dass die Sparkasse Ende 2015 an einen anderen Standort in Reppenstedt umzieht. Um dann die zusätzlich frei werdenden Räume sinnvoll nutzen zu können, soll das Gebäude umgebaut werden. Doch die Politik sträubt sich, dafür eingeplante Finanzmittel freizugeben.

Im Haushaltsjahr 2015 waren im Entwurf 105000 Euro vorgesehen, inklusive Planungskosten. Weitere 420000 Euro sollten nach dem Wunsch der Verwaltung 2016 fließen. Samtgemeindebürgermeister Josef Röttgers (parteilos) klappte nun im Bauausschuss die Kinnlade herunter, als Ratsherr Hartmut Glodzei (Grüne) für die Mehrheitsgruppe erklärte, die Mittel jeweils um ein Jahr schieben zu wollen.

Ob das Gebäude ab Ende 2015 so lange ungenutzt bleiben soll, oder sich die Verwaltungsmitarbeiter zwischenzeitlich anstelle der üblichen Büroausstattung mit den alten Kundentresen arrangieren müssen, blieb offen.

Als Grund für den Vorstoß nannte Glodzei, bei den Investitionen der Feuerwehr und der Schule den Vorzug geben zu wollen. Dafür müsse an anderer Stelle gespart werden. Tags zuvor hatte sich der Feuerschutzausschuss bei den Beratungen zu seinem Teilbudget dafür ausgesprochen, das Feuerwehrhaus Reppenstedt für 450000 Euro, inklusive Planungskosten, auszubauen. Zudem soll für die Feuerwehr Kirchgellersen 2015 ein neues Großfahrzeug für 260000 Euro bestellt werden und im Jahr darauf ein Mannschaftstransportwagen für 20000 Euro. Hingegen habe der Sparkassen-Umbau laut Glodzei offenbar keine Dringlichkeit.

Dem widersprach Rathauschef Röttgers. Er habe keinen Hehl daraus gemacht, dass der Kauf der Sparkasse auch Umbaukosten nach sich ziehe. Das wurde auch mit einer Verpflichtungsermächtigung im zweiten Nachtragshaushalt 2014 hinterlegt.

Glodzei hingegen verwies darauf, die geplante Kreditaufnahme von einer Million Euro jeweils für die Jahre 2015 und 2016 nicht überstrapazieren zu wollen. Zumal der nächste Abschnitt zu Umbau und Erweiterung der Grundschule Reppenstedt ansteht. Weil der Antrag zur Verschiebung des Sparkassen-Umbaus so überraschend kam, wollte sich Peter Bergen (CDU) dazu noch nicht positionieren und beantragte erfolgreich, das Thema noch einmal in den Fraktionen zu beraten. Röttgers appellierte an die Mehrheitsgruppe, „eindringlich zu prüfen, ob an der Verschiebung festgehalten werden soll“.

Das Thema wird noch einmal im Finanz- und Wirtschaftsausschuss auf den Tisch kommen. Die öffentliche Sitzung findet statt am Dienstag, 25. November, um 19 Uhr im Rathaus Reppenstedt. Dort werden auch die weiteren Beratungen zum Doppelhaushalt 2015/2016 geführt.