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Heimleiterin Elke Kleemeyer überreicht gut gefüllte Präsentkörbe für die Zwei- und Vierbeiner der DRK-Rettungshundestaffel. Thilo Rehr nimmt die Körbe gerne entgegen. Foto: kre
Heimleiterin Elke Kleemeyer überreicht gut gefüllte Präsentkörbe für die Zwei- und Vierbeiner der DRK-Rettungshundestaffel. Thilo Rehr nimmt die Körbe gerne entgegen. Foto: kre

Leckerli und ein Dankeschön

kre Deutsch Evern. Es ist früh am Morgen, dunkel und knackig kalt. Sibirische Kälte lässt Norddeutschland bibbern. Wer sich jetzt im warmen Bett noch einmal auf die Seite drehen und weiterschlafen darf, kann glücklich sein. Thilo Rehr hätte sich vergangenen Sonnabend auch gern noch einmal umgedreht. Der Alarmpieper holt den Chef der DRK-Rettungshundestaffel aber jäh aus den Federn. Wieder ein Einsatz. Der siebte in diesem Jahr.

Rehr und sein Team machen sich fertig, springen in die DRK-Uniformen, als die Entwarnung kommt. Die ,,vermisste“ Person ist wieder aufgetaucht, die DRK-Rettungshundestaffel muss an diesem frühen Morgen also nicht zur Personensuche ausrücken. Ein Fehlalarm. Doch zurück ins Bett können die Retter nicht, die Zwei- und Vierbeiner der DRK-Rettungshundestaffel sind nämlich an diesem Morgen noch einmal gefragt.

Es ist ein Einsatz der besondern Art, ein Einsatz, auf den sich die Männer und Frauen der DRK-Rettungshundestaffel ganz besonders freuen. Elke Kleemeyer, Leiterin des Alten- und Pflegeheims Haus Waldfrieden in Deutsch Evern, hat sich angekündigt, um die Truppe auf ihrem Übungsplatz in Dachtmissen und die Zwei- und Vierbeiner mit leckeren Präsentkörben zu überraschen.

Denn dass die Suche nach einer vermissten Heimbewohnerin vor wenigen Tagen für alle Beteiligten glücklich endete, ist das Verdienst der Hundestaffel. ,,Nicht auszudenken, wenn Sie nicht dagewesen wären, um einem für Sie völlig fremden Menschen zu helfen“, liest Kleemeyer den Dankesbrief vor, den ihr die Betreuerin der vermissten Person mitgegeben hat. Und dem kann sich die Heimleiterin nur anschließen. Wohlwissend, dass Rehr und seine Mitstreiter nur ehrenamtlich tätig sind, die Hundeführer alle noch einen Beruf haben. ,,Ein tolles Engagement“, lobt die Deutsch Evernerin, die künftig noch enger den Kontakt mit den zwei- und vierbeinigen Rettern pflegen will: ,,Wir wollen mit der Hundestaffel gemeinsam üben“, sagt Kleemeyer. Gut vorstellen kann sie sich zum Beispiel, dass die Hunde im Rahmen einer Übung gezielt die Spur einer ,,vermissten“ Person aufnehmen müssen. ,,Aber erst, wenn es wärmer ist“, verspricht sie.