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Haben viel Spaß bei den Proben: Die Mitglieder des Melbecker Puschentheaters überraschen in diesem Jahr mit dem Stück Ero-tika.
Haben viel Spaß bei den Proben: Die Mitglieder des Melbecker Puschentheaters überraschen in diesem Jahr mit dem Stück Ero-tika.

Rotlicht in der Melbecker Tenne

uk Melbeck. Immer für Überraschungen gut ist das Puschentheater Melbeck: Nachdem die Laienschauspieler zum 30-jährigen Jubiläum im vergangenen Jahr ihre Zuschauer mit einem trickreichen Bühnenbau, doppelten Wänden und verschwundenen Darstellern verblüfft hatten, legt die Truppe nun nach: „Ero-tika“ heißt das aktuelle Stück, das am 9. Mai Premiere feiert.

Der anziehende Titel wirft Fragen auf: Wandelt das Laien-Theater jetzt im Rotlichtmilieu? Wird es womöglich nicht mehr ganz jugendfrei in der rustikalen Melbecker Tenne ? „Wir haben schon überlegt, ob wir das Eintrittsalter hochsetzen müssen“, sagt Schauspieler Eckhardt Schulze und grinst breit. Natürlich ein Scherz. „In anderen Stücken hatten wir schon mehr nackte Haut.“ Aber um Erotik soll es dann doch gehen in „Ero-tika“, wobei „die Bindestriche das Wichtigste sind“, wie Schulze erklärt. Mehr dürfe er vorab nicht verraten. Fakt ist: Gespielt wird eine Komödie in drei Akten mit den typischen Zutaten, die die Bühnenstücke des Puschentheaters auszeichnen: Liebe, Lust und Streit, dazu Missverständnisse, überraschende Wendungen und schließlich natürlich auch ein Happyend.

Die zehnköpfige Truppe hat sich um die Bühne in der Tenne versammelt und diskutiert, welche Details der Story vorab ans Licht dürfen. Offenbar nicht ganz einfach: „Die Pakete sollten wir rauslassen“, findet Schulze, wird aber überstimmt: „Das weiß ja keiner, warum die wichtig sind“, sagt Anita Lüdemann. Für die Handlung findet Schulze schließlich eine druckreife Zusammenfassung, mit der alle einverstanden sind: “ Es ist wie im richtigen Leben. Die Frauen verstehen alles falsch und die Männer kapieren nicht, was überhaupt los ist.“ Damit hat Yannick Lüdemann eine Hauptrolle übernommen, die ihm richtig Spaß macht: „Die Hauptfigur Nico Schröder sieht immer alles positiv, denkt von allen nur das Beste und kriegt es dann doch ganz dicke ab.“ Etwa von Ehefrau Silvia (Heike Holdberg) und Schwiegermutter Sigrid (Angelika Link), die zu allem Überfluss auch noch bei dem jungen Ehepaar einzieht. Neben Angelika Link ist Johanna Cordes als Soufffleuse erstmals mit von der Partie. Als weiterer Neuzugang steht Tina Kruse auf der Bühne und beweist Mut: Sie ist in einer pikanten Doppelrolle als Pros­tituierte und Ex-Freundin zu sehen, „wobei die Prostituierte mir am meisten Spaß macht“, wie sie lachend versichert. „Wir bringen sie ja auch mit ein paar Gläschen Sekt vor jeder Probe in Stimmung“, verrät Techniker Henning Engel mit einem Augenzwinkern.

Beste Unterhaltung für die Besucher dürfte also garantiert sein bei den insgesamt sechs Aufführungen in der Tenne an der Floetstraße. Die Termine: Freitag, 9. Mai, 20 Uhr (Premiere), Sonnabend, 10. Mai, 15 und 20 Uhr, Sonntag, 11. Mai, 16 Uhr, Freitag, 23. Mai, 20 Uhr, und Sonnabend, 24. Mai, 20 Uhr. Wer dabei sein will, sollte sich unbedingt Karten im Vorverkauf sichern, denn die Vorstellungen sind in der Regel schnell ausgebucht. Der Vorverkauf startet am 23. April beim Edeka-Markt David in Melbeck.