Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Ute Grölz und Hans-Richard Maul vom Landkreis Lüneburg haben den Bauplan in der Hand  hinter ihnen sind die künftige Mensa des Schulzentrums Embsen (links) und die Grundschule zu erkennen. Foto: be
Ute Grölz und Hans-Richard Maul vom Landkreis Lüneburg haben den Bauplan in der Hand  hinter ihnen sind die künftige Mensa des Schulzentrums Embsen (links) und die Grundschule zu erkennen. Foto: be

Vorfreude auf nagelneue Räume

pet Embsen. Es ist mächtig Betrieb in dem Bau, in dem in einigen Monaten die Grundschule Embsen und eine Mensa für das gesamte Schulzentrum Embsen Platz finden sollen. Trockenbauer, Fliesen- und Fußbodenleger, Elektriker, Sanitär- und Lüftungsbauer sind fleißig bei der Arbeit, Architekt Frank Plesse spricht sich mit Handwerkern ab, Vertreter der Bauherren kontrollieren den Stand der Arbeiten. Eines der größten Bauprojekte im Landkreisgebiet geht seiner Vollendung entgegen. Zum neuen Schuljahr, in diesem September, soll das Gebäude eingeweiht werden. Insgesamt etwa 5,5 Millionen Euro werden dann verbaut sein.

Zähflüssig hatten die Bauarbeiten an dem Embsener Mammutprojekt begonnen: Anfang März 2013 ging es mit ersten Erdarbeiten auf dem Gelände los. Dann brach der Winter wieder über die Region herein, mit dicker Schneedecke und tiefgefrorenem Boden. Nach wenigen Tagen wurden die Arbeiten abgebrochen, fünf Wochen lang ruhte der Betrieb auf der Baustelle.

Mitte April 2013 ging es dann endlich richtig mit den Arbeiten los. Der Frühsommer 2014 war ursprünglich als Fertigstellungstermin geplant, aber die anfänglichen Verzögerungen konnten doch nicht mehr aufgeholt werden.

Bauherr für die Mensa ist der Landkreis Lüneburg, für die Grundschule die Samtgemeinde Ilmenau. Der Landkreis hat die Betreuung des gesamten Baus übernommen, wird sich später auch um die Bewirtschaftung kümmern gegen entsprechende Entschädigung. ,,Wir sehen den Bau als ein Projekt“, erklärt Hans-Richard Maul vom Landkreis, Projektleiter für den Bau in Embsen.

Dort entsteht eine komplett neue Grundschule für 3,25 Millionen Euro, mit hellen, großzügigen Räumen. Fast fertig sind auf zwei Etagen insgesamt acht Allgemeine Unterrichtsräume, von denen zwei auch als Fachunterrichtsräume nutzbar sind, angegliedert sind Gruppen-, Beratungs- und Lehrmittelräume. Auch die breiten Flure werden als Schülerarbeitsflächen zu nutzen sein.

Im Erdgeschoss entstehen ein Mehrzweckraum mit einer Größe von 100 Quadratmetern, der an die Mensa angegliedert und auch als Bühne nutzbar ist, dazu Bibliothek und Verwaltung. Bis die Embsener Erst- bis Viertklässler den Bau beziehen, soll auch der Außenbereich mit vielen Spielgeräten, Sand-, Rasen- und gepflasterten Bereichen, Hügeln und Tunneln fertig sein.

Kernstück der Mensa ist der Speisesaal mit einer Größe von 387 Quadratmetern. Bei einer Mensabestuhlung mit Tischen und Stühlen bietet sie Platz für 170 Sitzplätze, bei Reihenbestuhlung für 450 Sitzplätze. Da seien dann auch außerschulische Veranstaltungen möglich, so Projektleiter Maul. Dazu kommen Ausgabeküche, Technik, Lager und Sanitärbereiche. Kostenpunkt: 2,25 Millionen Euro. Sowohl Grundschule als auch Mensa werden barrierefrei sein dank elektrischer Türöffner, Fahrstuhl und barrierefreier sanitärer Anlagen.

Eine ,,knifflige Aufgabe“, berichtet Ute Grölz, die das Projekt für den Landkreis betreut, sei die Übernahme der Räume durch die künftigen Nutzer: Die bisherige Grundschule wird in den Sommerferien in ihr neues Gebäude umziehen, in die freiwerdenden Räume der alten Grundschule zieht dann die Realschule. Deren Räume wiederum übernimmt die Integrierte Gesamtschule, die im kommenden Schuljahr ihren dritten Jahrgang aufnimmt.

In allen freiwerdenden Bereichen finden noch Umbau- und Renovierungsarbeiten statt. Schon vor den Sommerferien werden die Verwaltungsräume der alten Grundschule geräumt und renoviert, sie werden für den Übergang Platz in einem Provisorium finden. ,,Damit wir nicht alle Umräumarbeiten in den sechs Wochen der Sommerferien komprimieren müssen“, erklärt Ute Grölz.

Und beim Landkreis denke man auch schon weit über diesen Sommer hinaus, so Hans-Richard Maul. Denn die räumlichen Anforderungen von Real- und Grundschule, die in einigen Jahren in Embsen auslaufen, seien gänzlich andere als die einer Integrierten Gesamtschule. ,,Und wenn in der Zukunft die IGS eine Sekundarstufe II bekommt, wovon ich ausgehe, müssen wir noch einmal anbauen.“