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Die Betzendorfer Jagdhornbläser waren eine von vielen Musikgruppen, die bei der Barnstedter Musikmeile zugunsten der Flüchtlinge auf ein Honorar verzichteten. Foto: t&w
Die Betzendorfer Jagdhornbläser waren eine von vielen Musikgruppen, die bei der Barnstedter Musikmeile zugunsten der Flüchtlinge auf ein Honorar verzichteten. Foto: t&w

Musikmeile ein voller Erfolg

off Barnstedt. Es war eine Premiere und ein voller Erfolg. Mehr als 700 Besucher kamen zur ersten Benefiz-Musikmeile nach Barnstedt, „ein toller Erfolg“, sagt Mitorganisator Jens Thomsen. Zufrieden sind die Barnstedter aber nicht nur mit der Resonanz, auch der Erlös der Musikmeile ist Anlass zur Freude. Rund 4800 Euro sind an dem Tag durch Spenden der Besucher und den Essensverkauf zusammengekommen. Geld, mit dem die Barnstedter Willkommensinitiative den Flüchtlingen im Ort helfen will. „Konkret werden wir damit die Kosten für Übersetzer und Anwälte bezahlen“, sagt Thomsen.

Wie berichtet, hatten die Barnstedter die Musikmeile spontan ins Leben gerufen, ihr Ziel: Spenden sammeln für die knapp 20 Aslybewerber im Ort. Alle Musiker von den Jaghornbläsern aus Betzendorf bis zur Musikgruppe „Quéke“ aus Hamburg verzichteten auf ein Honorar, sorgten an fünf verschiedenen Plätzen im Ort den ganzen Tag über für ein buntes Programm. Eine zweite Auflage der Musikmeile „steht im Raum“, sagt Thomsen. Zunächst allerdings packen die Mitglieder der Barnstedter Initiative andere Aufgaben an. „Ein Lehrerehepaar kümmert sich zum Beispiel um den Deutschunterricht“, sagt Thomsen, „nun versuchen wir währenddessen noch eine Betreuung für die Kinder zu organisieren.“

Insgesamt 17 erwachsene Flüchtlinge und acht Kinder leben in Barnstedt, um sie kümmert sich wie in vielen Teilen des Landkreises eine Gruppe Ehrenamtlicher. „Ein großes Thema, das uns beschäftigt, ist neben dem Deutschunterricht und den Asylverfahren die Mobilität“, sagt Thomsen. „Um den Flüchtlingen die Fahrten nach Lüneburg oder zum Einkaufen zu erleichtern, arbeiten wir gerade an einer Lösung.“ Mit allen Mitteln versuchen die Barnstedter, den Flüchtlingen das Ankommen und Leben in Deutschland zu erleichtern. Der Spendenerlös der Musikmeile ist dabei eine große Hilfe. „Denn beim Asylverfahren können wir den Flüchtlingen nur bedingt helfen“, sagt Thomsen, „dafür braucht es professionelle Unterstützung von Dolmetschern und Anwälten.“ Und die kostet nunmal Geld.