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Auf einem Dreirad durch Peru

kre Lüneburg. Es gibt nicht mehr viele Abenteuer für echte Kerle: Bullenreiten, Gleitschirmfliegen, mit weißen Haien tauchen . . . – alles schon da gewesen. Trotzdem haben Olaf Jansen und Sven Freund doch noch den ultimativen Kick gefunden. Die beiden Lüneburger werden mit sogenannten Mototaxis, dreirädrigen Motorrädern, die Anden überqueren. Das klingt verrückt. Ist es auch. Warum sie sich trotzdem auf diesen Wahnsinn einlassen? Jansen und Freund schauen sich an, überlegen kurz – und antworten lachend mit einer Gegenfrage: „Warum nicht?“

Freunde der beiden sind Anfang des Jahres mit sieben PS-starken Motor-Rikschas quer durch Indien gefahren – für einen guten Zweck. Sie haben Geld für die Aktion „Frank Water“ gesammelt, die sich für sauberes Trinkwasser in Indien einsetzt.

Olaf Jansen und Sven Freund setzen jetzt noch einen drauf. Die Eckdaten der Tour versprechen viel – nur keine Vergnügungsreise: 3500 Kilometer wollen die beiden in nur 14 Tagen in Peru zurücklegen. Von Cuzo bis nach Piura. Dabei warten auf die beiden in den Anden die gefährlichsten Passstraßen der Welt in einer Höhe von bis zu 5000 Metern – Wetterkapriolen und Temperaturen um den Gefrierpunkt und darunter inklusive.

Ausgedacht, veranstaltet und organisiert wird der abenteuerliche Ritt – wie könnte es auch anders sein – von den Briten, die dem Abenteuer auch den Namen verpasst haben: „Mototaxi-Junket.“

Natürlich werden auch Jansen und Freund für einen guten Zweck unterwegs sein: Als „Team rastenschleifer-luzato“ wollen sie Spenden für die Hilfsorganisation „Plan International Deutschland“ einwerben – und hier speziell für die Kampagne „Because I’m a Girl“, die sich zum Ziel gesetzt hat, „Missbrauch und Gewalt gegenüber Mädchen in Peru einzudämmen“, sagt Jansen.

„Cool Earth“ ist das zweite Projekt, das die beiden unterstützen wollen. „Hier geht es um den Erhalt der Regenwälder Perus und um die Eindämmung des Treibhauseffekts“, berichtet Sven Freund.

In Deutschland sind die beiden begeisterten Motorradfahrer auf PS-starken, modernen Motorrädern unterwegs – in Peru wird das anders sein: „Dort sind wir auf landestypischen Gefährten, den sogenannten ,Mototaxis‘ unterwegs“, berichten sie schmunzelnd. Dabei handelt es sich um kleine dreirädrige Motorräder mit einem Zylinder, 125 Kubikzentimeter Hubraum, die rund 11 PS leisten. „Das sind Sofabikes mit Gummibremsen“, lästert Jansen über die Gefährte „Made in China“ – „die perfekte Abenteuer-Maschine halt“. Bergauf, das haben die beiden bereits recherchiert, wird das urige Gefährt kaum schneller als einen Kilometer in der Stunde, bergab dagegen geht’s mit bis zu Tempo 70.

30 Teams aus aller Herren Länder haben sich für den „Mototaxi-Junket“ angemeldet – Jansen und Freund sind das erste und einzige Team aus Deutschland. „Das macht schon ein bisschen stolz“, sagen der 43-jährige Ingenieur und der 40-jährige selbstständige Zaunbauer.

Wer die Hilfsprojekte der beiden unterstützen möchte, erfährt mehr im Internet unter www.theadventurists.com/team-rastenschleifer oder www.rastenschleifer.net. „Hier kann jeder per Lastschrift oder mit Kreditkarte einen kleinen Spendenbeitrag für die Kampagne ,Because I’m a Girl‘ oder den Erhalt des Regenwaldes überweisen“, sagt Jansen.

Außerdem laden die beiden am Mittwoch, 2. Oktober, im „Mälzer“ zu einem „Publik Hearing“ der Radio-Sendung „rastenschleifer“ ein. Die Moderatoren Christian Schröder und Frank Hillebrecht werden die beiden Peru-Abenteurer live interviewen. Die Sendung beginnt um 19.05 Uhr.