Dienstag , 27. September 2016
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Reservisten helfen im Notfall

pet Lüneburg. Im Kampf gegen die Elbeflut in diesem Juni waren Reservisten aus den neuen Einheiten schon mit großem Einsatz aktiv dabei. Am Freitag, 13. September, wurde in Lüneburg die zweite „Regionale Sicherungs- und Unterstützungskompanie“ (RSU) in Niedersachsen, mit dem Beinamen „Nordheide“, im Rahmen eines Aufstellungsappells in der Theodor-Körner-Kaserne offiziell aufgestellt und dem Landeskommando Niedersachsen unterstellt.

Angehörige der RSU-Einheiten, die die aktive Truppe bei Aufgaben im Rahmen des Heimatschutzes unterstützen sollen, sind Reservisten, aber auch Ungediente, die sich engagieren wollen. Insgesamt 30 Kompanien mit mehr als 3000 Stellen sind bundesweit vorgesehen, davon drei für Niedersachsen. Bereits im April war die Kompanie „Solling“ in Holzminden aufgestellt worden, im November soll die Kompanie „Küste“ in Wittmund folgen.

Aus der Hand von Oberst Bernd Otto Iben, Kommandeur des Landeskommandos Niedersachsen in Hannover, nahmen Oberstleutnant der Reserve Jens Grohnert den Kompaniewimpel entgegen. Grohnerts Einheit ist auf 117 Dienstposten angelegt, „90 Prozent sind besetzt“, sagte er. Von Ende 20 bis Mitte 50 Jahre alt seien die Reservisten aus dem Großraum Lüneburg, darunter seien auch zwei Frauen.

Aufgaben der „Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanien“ sind Wach- und Sicherungsaufgaben, aber auch die Unterstützung ziviler Stellen bei der Katastrophenhilfe und der Hilfeleistung bei schweren Unglücksfällen. Um die Besetzung der etwa 300 Stellen für die niedersächsischen RSU-Kompanien müsse man sich keine Sorgen machen, so Iben: Mehr als 1000 Bewerbungen lagen vor.

Die Aufstellung der Reservisten-Kompanien steht im Zusammenhang mit der Neuausrichtung, und auch Verkleinerung der Bundeswehr. „Die Aufgaben- und Verantwortungsbereiche für Reservisten werden nun erweitert“, heißt es vom Landeskommando Niedersachsen. Aktiver Unterstützungstruppenteil und auch Patenverband der neuen Kompanie ist das Lüneburger Aufklärungslehrbataillon 3.

Dessen Kommandeur, Oberstleutnant Dr. Christian Freuding, freut sich auf die Zusammenarbeit mit der neuen Einheit. „Gerade als Flächenland ist Niedersachsen auf die enge Kooperation von zivilen Hilfskräften und Bundeswehr angewiesen.“ Schon der Fluteinsatz im Juni habe bewiesen, „dass die Kooperation zwischen aktiver Truppe und Reservisteneinheiten funktioniert“.

Bei der Zeremonie dabei waren als Vertreter des Landes die Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers und Landesbranddirektor Jörg Schallhorn. Für die Bundeswehr nahmen unter anderem Generalmajor Erich Pfeffer, stellvertretender Inspekteur der Streitkräftebasis, und Generalmajor Hans-Werner Wiermann, kommandierender General im Kommando Territoriale Aufgaben teil.