Donnerstag , 29. September 2016
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Kein Platz für Rassismus

sim Lüneburg. Die Lüneburger Herderschule darf sich bald auch „Schule ohne Rassismus“ nennen. Mit Gerry Hungbauer, Darsteller der in Lüneburg produzierten Fernsehserie „Rote Rosen“, hat das Gymnasium einen prominenten Paten für das Engagement gewonnen.

Das Konzept „Schule ohne Rassismus“ wurde 1988 in Belgien entwickelt, seit 1995 gibt es das Projekt in Deutschland, bundesweit 1270 Schulen beteiligen sich daran. An der Herderschule war es die Schülervertretung, die den Wunsch äußerte, sich deutlich gegen Rassismus starkzumachen. „Das machte es für uns noch wichtiger, etwas auf die Beine zu stellen“, sagt Direktorin Michaela Tauffenbach. Eine entsprechende Arbeitsgemeinschaft wurde gegründet, Lehrer David Wieblitz betreut sie.

Zwei Dinge waren erforderlich, um sich mit dem Etikett „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ schmücken zu dürfen: Es müssen mindestens 70 Prozent der Schüler per Unterschrift zustimmen, dass ihre Schule das Siegel bekommen soll – diese Unterschriften wurden schon vor gut einem Jahr gesammelt – mit einer Zustimmung von um die 80 Prozent. Und ein prominenter Pate musste her, der das Projekt an die Öffentlichkeit trägt – die Wahl fiel auf Hungbauer. „Wir hatten erst an einen Fußballspieler gedacht. Vielleicht vom HSV oder von St. Pauli. Aber da die Roten Rosen in Lüneburg so wichtig sind, wollten wir dann doch lieber einen der Schauspieler fragen“, erzählt AG-Teilnehmer Timm Koch. Schüler Niklas Tenbrüggen schrieb Hungbauer eine E-Mail, der sagte zu: „Bei diesem Projekt habe ich das Gefühl, etwas Sinnvolles zu unterstützen.“

Im November soll der Schule nun die Plakette überreicht werden. Vertreter der Kultusministeriums haben sich angekündigt, und Gerry Hungbauer will natürlich auch dabei sein.