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Diesmal fliegen die Stinte

ca Lüneburg. Zwölf Mannschaften treten bei den Sülfmeister-Wettkämpfen gegeneinander an, um einen neuen Sülfmeister zu ermitteln. Von Freitag, 4. Oktober, bis Sonntag, 6. Oktober, lebt die Blütezeit der Lüneburger Vergangenheit wieder auf bei einem mittelalterlichen Markt und dem Kopefest. Am Dienstag, 17. September, stellten Marketing-Chef Stefan Pruschwitz und sein Mitarbeiter Mirko Wenzel das Konzept für die Sause im Heinrich-Heine-Haus vor.

Am Freitag soll es Musik und eine Fakirschau auf dem Markt vor der Johanniskirche geben. Am Sonnabend laufen die Wettkämpfe und eine Theateraufführung der Stadtführer. Höhepunkt am Sonntag ist der um 15 Uhr beginnende Festumzug, zu dem wieder viele Hundert Teilnehmer erwartet werden.

Zum elften Mal feiert Lüneburg das Fest, dessen Vorbild das 1472 erstmals erwähnte Kopefest ist. Damals musste sich der neue Sülfmeister einer Mutprobe stellen: Pferde zogen im Galopp ein mit Steinen gefülltes Kopefass durch die engen Gassen. Hintergrund war das Einsetzen von neuen Siedepfannen in der Saline. Das dort gewonnene Salz machte die Stadt bekanntlich reich.

„Die Sülfmeistertage haben sich in den vergangenen Jahren zu einem kleinen Stadtfest gemausert“, sagte Pruschwitz. Er kündigte neben bekannten Herausforderungen bei den Wettkämpfen neue Aufgaben an. So müssten die Teilnehmer den Sole-Transport nicht nur auf Skiern bewältigen, sondern auch Leitungen aus Dachrinnen bauen. Zudem steht Stinte-Werfen auf dem Programm: Die Wettkämpfer müssen Kunst-Fische mit Jutesäcken fangen.

Als Teilnehmer angemeldet sind: Sparkasse, Klinikum, Avacon, SaLü, Autohaus Plaschka, Gartenfreunde, Firma Nestbauer, Feuerwehr, De LüwoLütt, Sülfkleister H. B. Fuller, zudem soll es eine Ratsmannschaft geben, ein Startplatz ist noch offen. Mehr Details stellt die LZ am Dienstag, 1. Oktober, in einer Beilage vor.