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Halbes Jahr Vollsperrung

as Lüneburg. Jetzt steht fest: Die Bleckeder Landstraße wird im Bereich der Bahnbrücke 2015 für zirka ein halbes Jahr komplett gesperrt. Wie berichtet, muss die Bahn die marode Brücke erneuern. Im Zuge dessen will die Stadt dann die Straße, Rad- und Gehwege verbreitern und neu gestalten, damit der Verkehr künftig zügig und sicher fließen kann. Das erfordere eine Vollsperrung, sagte Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau, im Bauausschuss und erläuterte Details zu dem Projekt.

Die Brücke über die Bleckeder Landstraße hat derzeit noch eine Breite von 11,50 und eine Durchfahrtshöhe von 3,80 Meter. „Die standardisierte Durchfahrtshöhe liegt inzwischen bei 4,50 Meter, unsere favorisierte Breite sollte künftig 18,45 Meter sein“, erklärte Uta Hesebeck. Denn die Stadt möchte die Straße um eine Linksabbiegespur Richtung Bahnhofstraße ergänzen. Der Grund: Laut Prognose wird das Verkehrsaufkommen in der Straße auch mit Blick aufs Hanseviertel weiter zunehmen, schon heute kommt es in Spitzenzeiten regelmäßig zu Staus. Außerdem sollen auf beiden Seiten der Fahrbahn Radfahrstreifen inklusive Sicherheitstrennsteifen sowie zwei Meter breite Gehwege entstehen.

Die künftige Durchfahrtshöhe von 4,50 Meter bringt es mit sich, dass die Straße sozusagen tiefer gelegt werden muss. Die Folge: Der Kanal muss ebenfalls tiefer kommen und soll als dreigliedriges System entstehen. Während die Bahn vorhabe, den Brückenneubau in zwei Schritten zu machen, was halbseitige Sperrungen der Straße zur Folge hat, sei eine Vollsperrung für den Straßenumbau unumgänglich, sagte Hesebeck. Ein Umleitungskonzept wird laut Stadtbaurätin Heike Gundermann rechtzeitig erstellt.

2017 will die Bahn dann die Brücke über die Lünertorstraße erneuern mit einer Breite von 15,20 Meter (bisher 11,50 Meter) sowie wie einer Durchfahrtshöhe von 4,50 Meter. Auch hier will die Stadt den Straßenbereich neu gestalten. Die Kosten für beide Projekte stehen laut Hesebeck derzeit noch nicht fest. Dr. Gerhard Scharf (CDU) wollte wissen, ob nicht die Bahn auch für die Neugestaltung der Straße zahlen müsse, denn schließlich entspreche die Durchfahrtshöhe nicht mehr dem Standard. Uta Hesebeck machte deutlich, dass es ein Entgegenkommen der Bahn sei, die Brücken so breit zu bauen, „wie wir uns das wünschen“. Aus Sicht von Andreas Meihsies (Grüne) sind die Planungen für den Straßenumbau „ein Zugewinn für die Verkehrssicherheit“. Er regte zudem an, dass die Fußgängeraufgänge von der Bleckeder Landstraße zu den Bahngleisen „wieder aktiviert werden“. Rainer Petroll (Linke) wollte wissen, ob nicht der Umbau der Straße im Bereich Bleckeder Landstraße im 24-Stunden-Betrieb erfolgen könnte, damit es schneller geht – auch im Sinne der Anwohner. Uta Hesebeck gab zu bedenken, dass das teurer wäre und Anwohner auch nachts von Lärm belästigt würden.