Donnerstag , 29. September 2016
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Denkanstöße für eine bessere Welt

mm Lüneburg. 74 Delegierte von 40 Universitäten auf allen Kontinenten: Lüneburger Studenten haben jetzt den „World Student Environmental Summit 2013“ in Lüneburg ausgerichtet. Die Konferenz bestätigte: die Leuphana gehört zu den wissenschaftlichen Vorreitern auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit – auch Dank ihrer Studenten.

„Es gibt viele unterschiedliche Ansätze zur Nachhaltigkeit. Bei der Konferenz ging es vor allem um Austausch, Vernetzung und verschiedene Perspektiven“, sagt Alina Zalewski, eine der 14 Organisatoren. In Vorträgen und Diskussionen tauschten sich die Studenten mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und von Nichtregierungsorganisationen wie Greenpeace über Ansätze und Initiativen aus. Alina Zalewski: „Jeder konnte seine Anliegen vortragen. Es sollte ein gemeinsamer Nenner gefunden werden.“

Schirmherr der Tagung war Professor Ernst Ulrich von Weizsäcker, der in einem Vortrag zu Beginn Denkanstöße zum Thema gab. Diese kamen auch von anderen namhaften Persönlichkeiten der Wissenschaft wie Professor Koji Murata aus Japan oder Professor Lennart Olsson von der Lund-Universität in Norwegen.

„Es ging aber vor allem um Inspirationen und ums Netzwerken“, sagt Svenja Stropahl vom Organisationsteam. Die Studenten brachten viele Projektideen zum Nachhaltigkeitsmanagement mit. Es wurden Empfehlungen erarbeitet, die die Teilnehmer nun ihren Universitätspräsidenten in ihren Heimatländern vorstellen. Zum Austausch trugen auch gemeinsame Kochaktionen bei – ganz nachhaltig mit vegetarischen und veganen Speisen.

Bei einem zentralen Empfang auf dem Wasserturm berichteten die Teilnehmer am Mittwochabend über ihre gewonnenen Erkenntnisse. Für Bright Baffons Anti, einem gebürtigen Ghanaer, der nun in Norwegen studiert, ist klar: „Es gibt so viele Probleme auf der Welt, die nachhaltige Entwicklung wird dadurch immens gebremst. Es muss eine Bewegung geben, die vergleichbar ist mit dem Amerikanischen Traum.“ Dafür brauche es eine Art Held, der als Schutzherr an der Spitze der Bewegung stehe. Bright hat auch eine Idee, wer so eine Heldin sein könnte: „Michelle Obama“, sagt er lachend.

Der Norweger Hüvard Lundberg schließt sich Bright an: „Wir brauchen starke politische Organisationen, um Nachhaltigkeit durchzusetzen.“ Ein Ansatz wären aus seiner Sicht zum Beispiel Restriktionen wie Zertifikate für CO2 -Emissionen. Elise Sreyaert aus Belgien spricht von „einer unglaublich bereichernden Konferenz“. Einzig die Vorträge waren ihr zu allgemein. Sie hätte sich mehr praktische Beispiele gewünscht.

„In erster Linie wollten wir für einen Ideenaustausch sorgen“, erläutert Organisatorin Strohpahl den Anspruch der Konferenz. Es sei vor allem wichtig, dass Projektideen nicht verloren gingen. Dafür richteten die Veranstalter eine Austauschplattform im Internet ein. „Hier speichern wir alles ab. Wir können sehen, wie sich die Projekte entwickeln und weiter Ratschläge geben“, erläutert Stropahl. Im nächsten Jahr findet die Konferenz in Südafrika statt. Das eine oder andere nachhaltige Projekt wird es bis dahin mit Sicherheit geben.