Aktuell
Home | Lokales | Lüneburg | Erhöhung in zwei Schritten
3569657.jpg

Erhöhung in zwei Schritten

ahe Lüneburg. Parken wird in Lüneburg wohl teurer. Die Stadtverwaltung hat für die Sitzung des Verkehrsausschusses am Montag, 23. September, ein Modell vorgelegt, nach dem die Gebühr für das Parken an Automaten in der Innenstadt in zwei Schritten um je 10 Cent pro angefangener Stunde steigen soll: im ersten Schritt am 1. Februar 2014, dann noch einmal am 1. Februar 2016. Aktuell sind in unmittelbarer Nähe zu den Fußgängerzonen 1,20 Euro pro Stunde fällig. Parallel arbeitet die Lüneburger Parkhaus und Parkraum Verwaltungs GmbH an einem neuen Gebührenmodell für die städtischen Parkhäuser, auch dort werden die Preise wohl steigen. Drei Tage nach dem Verkehrsausschuss soll der Rat die neue Regelung bereits absegnen.

Die Stadt verweist auf einen Ratsbeschluss vom Dezember 2012, damals war die Verwaltung wegen der finanziell angespannten Haushaltslage beauftragt worden, eine Gebührenerhöhung zu prüfen und einen Vorschlag zu unterbreiten. Das ist nun geschehen: Danach sollen im Innenstadtkern an den Automaten vom Februar an montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr sowie sonnabends zwischen 8 und 14 Uhr 1,30 Euro und ab 1. Februar 2016 dann 1,40 Euro je angefangener Stunde fällig werden. In der Gebührenzone 2, die etwas weiter vom Zentrum entfernt liegt und etwa die Lindenstraße und die Hindenburgstraße umfasst, würde das Parken von 0,70 auf 0,80 und ab 2016 dann auf 0,90 Euro pro Stunde steigen. In der Gebührenzone 3, die ist im Wesentlichen am Kreidebergsee, ist zwischen 8 und 17 Uhr sowie sonnabends zwischen 8 und 12 Uhr eine Erhöhung auf 0,50 und später auf 0,60 Euro pro angefangener Stunde anvisiert. Die Stadt rechnet mit rund 86 000 Euro Mehreinnahmen allein im Jahr 2014.

Die Verwaltung verweist darauf, dass zuletzt im Januar 2009 die Gebühren erhöht worden waren. Schon heute sind die Einnahmen ein erkleckliches Sümmchen im Etat, mehr als eine Million Euro spülen Autofahrer über die Parkautomaten jährlich in den Haushalt – die stets etwa 500 000 Euro Verwarngeld aus Knöllchen sind da noch nicht mal mitgerechnet. Insgesamt hat die Stadt 3452 Parkplätze im Zentrum und in Innenstadtnähe gezählt, dazu kommen 3586 Stellplätze in den Parkhäusern. In welchem Maße die Gebühren dort steigen sollen, konnte die Stadtpressestelle gestern nicht sagen. Gleichwohl rechnet die Stadt schon mal mit 266 000 Euro Mehreinnahme allein für 2014.

Im gleichen Zug will die Stadt auch weitere Flächen bewirtschaften, auf denen das Parken bislang kostenlos war: den Parkplatz der ehemaligen Firma Lucia mitsamt des Parkstreifens am Pulverweg sowie den Parkplatz Am Schützenplatz. An der Frommestraße soll die Gebührenpflicht wegfallen, sie soll künftig fürs Bewohnerparken ausgewiesen werden.