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Antje Bechly ist Leiterin der Lüneburger Kinder- und Jugendbücherei. Regelmäßig bekommt sie Besuch von Grundschulklassen. Sie erklärt den Mädchen und Jungen, wie eine Bibliothek eigentlich funktioniert.
Foto: A/t&w
Antje Bechly ist Leiterin der Lüneburger Kinder- und Jugendbücherei. Regelmäßig bekommt sie Besuch von Grundschulklassen. Sie erklärt den Mädchen und Jungen, wie eine Bibliothek eigentlich funktioniert. Foto: A/t&w

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sp Lüneburg. „2b Bec“ steht auf dem kleinen Namensschild, das Antje Bechly, Leiterin der Lüneburger Kinder- und Jugendbücherei, trägt. „Das ist eine Signatur. Die brauchen alle unsere Bücher, damit wir wissen, in welchem Regal sie stehen“, erklärt sie den Jungen und Mädchen aus der Schule Lüne bei deren Besuch in der städtischen Bibliothek im Klosterhof. „Bei uns besteht eine Signatur immer aus den ersten drei Buchstaben des Nachnamens des Schriftstellers und einer Zahl. Bei mir also ,Bec‘ für Bechly und ,2b‘ für Eure Klasse.“

Wie funktioniert eigentlich eine Bibliothek? Das ist die erste Frage, mit der sich die Kinder vor ihrem Rundgang beschäftigen. Bechly zeigt ihnen am Beispiel von zwei Titeln, dass bei den Büchern grundsätzlich zwischen Geschichten und Sachbüchern unterschieden wird. „Aber wir haben in der Kinder- und Jugendbücherei nicht nur Bücher, sondern auch Zeitschriften, Filme, Hörbücher und Spiele. Zusammen nennen wir das Medien.“

Wie das mit der Ausleihe genau geht, muss die Bibliothekarin ihren Besuchern nicht lange erklären. Die meisten von ihnen sind echte Bücherei-Profis und haben bereits einen eigenen Leseausweis. Für alle, die noch nicht Bescheid wissen: Bücher dürfen drei Wochen ausgeliehen und zweimal verlängert werden. Bei Filmen geht das nicht, sie müssen bereits nach einer Woche zurückgegeben werden. Einen Büchereiausweis gibt es für Kinder und Jugendliche kostenlos.

Was sie während des Vormittags alles lernen, können die Mädchen und Jungen beim Bilderbuchkino noch einmal Revue passieren lassen. Zu sehen gibt es die Geschichte von Fuchs und Maus in der „Pippilothek“ – und die funktioniert genau wie die Lüneburger Kinder- und Jugendbücherei. Zum Schluss bleibt allen noch genug Zeit zum ausgiebigen Stöbern. Klassenlehrerin Claudia Reinicke berichtet: „Wir haben an der Grundschule Lüne seit acht Jahren eine Schulbücherei, die während der Herbstferien aber geschlossen hat. Deshalb wollen die Kinder Lesestoff für ihre Ferien ausleihen.“

Das Team der Kinder- und Jugendbücherei bekommt regelmäßig Besuch von Grundschulen, im Jahr 2012 kamen insgesamt 38 Klassen in die Bibliothek. Der erste Besuch steht in der Regel im zweiten Schuljahr an, wenn die meisten Kinder lesen können. Bechly: „Danach könnten die Klassen alle zwei Jahre einen Tag bei uns in der Bücherei verbringen. So steht es auch bei vielen Schulen im Lehrplan für den Deutschunterricht.“ Klassenlehrer, die gemeinsam mit ihren Schülern einen Rundgang durch die Kinder- und Jugendbücherei machen oder zu einem bestimmten Thema in der Bibliothek recherchieren möchten, können sich unter Tel.: 3 09 36 04 direkt an Antje Bechly wenden, um einen Termin zu vereinbaren.