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Anerkennung und Lob zollten Niedersachsens Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (2.v.r.) und Peter Heine, Präsident des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen, Gabriele Beyer (2.v.l.), die in Käthe Poppinga eine hervorragende Nachfolgerin hat. Foto: be
Anerkennung und Lob zollten Niedersachsens Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (2.v.r.) und Peter Heine, Präsident des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen, Gabriele Beyer (2.v.l.), die in Käthe Poppinga eine hervorragende Nachfolgerin hat. Foto: be

Amtswechsel von Frau zu Frau

as Lüneburg. Im Rahmen einer Feierstunde im Fürstensaal verabschiedete gestern Niedersachsens Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz die ehemalige Direktorin des Lüneburger Sozialgerichts, Gabriele Beyer, die bereits Anfang des Jahres zur Präsidentin des Sozialgerichts Hannover ernannt worden war. Zugleich wurde Käthe Poppinga offiziell in ihr Amt als neue Direktorin des Sozialgerichts Lüneburg eingeführt. Der Amtswechsel von „Frau zu Frau“ stehe für eine erfreuliche Entwicklung in der niedersächsischen Justiz, machte die Ministerin im Beisein von Lüneburgs Bürgermeister Eduard Kolle und rund 100 geladenen Gästen aus Politik, Verwaltung, Justiz und Organisationen deutlich.

In seiner Begrüßungsrede bedankte sich Peter Heine, Präsident des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen, für das Kommen der Ministerin. Sie habe ein besonderes Ohr für die Sozialgerichtsbarkeit, die gewachsen und stabil sei. Er zollte Gabriele Beyer Anerkennung, dass sie das Sozialgericht Lüneburg erfolgreich gesteuert habe. Ihre gerichtlichen Entscheidungen seien von hoher Kompetenz, abwägend, aber nicht zögerlich gewesen. Dass Beyer nun in Hannover wirkt, kommentierte Heine mit den Worten: „Ich gewinne dazu.“ Käthe Poppinga zeichne eine breite fachliche Kompetenz aus, sie stehe für klare Worte und Organisationsfreude, was sie mit ihrer Vorgängerin verbinde.

Im Namen der Stadt bedankte sich Bürgermeister Eduard Kolle für die wirkungsvolle Zeit von Gabriele Beyer und beglückwünschte Käthe Poppinga zu ihrer Ernennung.

Das Wort „Abschied“ vermeide sie bewusst bei Gabriele Beyer, sagte die Justizministerin, da sie als Präsidentin des Sozialgerichts Hannover der Niedersächsischen Justiz verbunden bleibe. „Sie sind als Dienstvorgesetzte respektiert und bei der Belegschaft des Sozialgerichts auf allen Ebenen hoch anerkannt. Der Respekt, die Achtung und das Vertrauen, das Ihnen von allen Seiten entgegengebracht wird, ist so nur selten anzutreffen.“ Niewisch-Lennartz hob in ihrer Rede hervor, dass Gabriele Beyer trotz massiver struktureller und personeller Veränderungen ihrer Nachfolgerin ein wohlgeordnetes Haus hinterlässt.

Mit Blick auf die berufliche Vita von Käthe Poppinga sagte die Ministerin: „Frau Poppinga ist schon langjährig am Sozialgericht Lüneburg, seit Juli dieses Jahres bereits als Direktorin, tätig.“ Daher sei sie für die Mitarbeiter des Sozialgerichts ein bekanntes Gesicht und geschätzt. Niewisch-Lennartz weiter: „Ihnen wurden schon früh überdurchschnittliche Fachkenntnisse bescheinigt, ein klarer Blick für das Wesentliche und ein gesunder Menschenverstand. Ich bin mir sicher, dass Sie auch Ihre neue Herausforderung als Direktorin des Sozialgerichts Lüneburg glänzend bewältigen werden.“

Die Justizministerin, der Frauenförderung am Herzen liegt, begrüßte ausdrücklich, dass hier zwei leitende Positionen von Frauen besetzt werden. Das müsse Zukunft haben, denn bei den Einstellungen an den Gerichten sei das Verhältnis zwar fast 50 zu 50, bei der ersten Beförderung seien bislang jedoch nur ein Drittel der Stellen mit Frauen, zwei Drittel mit Männern besetzt.