Mittwoch , 28. September 2016
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Marion Skrotzki zeigt auf dem Smartphone ein Bild von ihrer großen Liebe Michael Mewitz. Der lebt heute in Berlin. Um den Kontakt zu intensivieren, wünschen sich die beiden einen Austausch über Skype. Doch dafür bräuchte die Lüneburgerin einen internetfähigen Computer, für dessen Anschaffung die Frührentnerin aber kein Geld hat. Foto: t&w
Marion Skrotzki zeigt auf dem Smartphone ein Bild von ihrer großen Liebe Michael Mewitz. Der lebt heute in Berlin. Um den Kontakt zu intensivieren, wünschen sich die beiden einen Austausch über Skype. Doch dafür bräuchte die Lüneburgerin einen internetfähigen Computer, für dessen Anschaffung die Frührentnerin aber kein Geld hat. Foto: t&w

Amor schießt erneut Pfeil ab

as Lüneburg. „Alte Liebe rostet nicht“ – für die Lüneburgerin Marion Skrotzki (46) ist das mehr als ein Sprichwort. Fast drei Jahrzehnte lang hat sie ihre Jugendliebe Michael Mewitz nicht vergessen können. Über das soziale Internet-Netzwerk Facebook haben sich die beiden nun wiedergefunden „und Amor hat den Pfeil erneut abgeschossen“, sagt Mewitz. Das Problem: Er lebt in Berlin, sie in der Hansestadt. Für regelmäßige Besuche fehlt beiden das Geld. Um sich wenigstens in die Augen sehen zu können, wünschen sie sich Kontakt über Skype. Doch einen internetfähigen Computer kann sich die Frührentnerin Marion Skrotzki nicht leisten. Not und Liebe machen erfinderisch. Mewitz wandte sich per Mail an die LZ mit der Bitte: „Könnt Ihr nicht einen Aufruf für einen Computer machen? Vielleicht hat ein Lüneburger einen ausrangiert.“

Marion Skrotzki war 17 Jahre alt, als sie Anfang der 80er-Jahre ihren Michael über einen Freund kennenlernte. Die Jungs waren für Buchclub-Werbung unterwegs, wohnten in Paderborn. Marion verliebte sich Hals über Kopf, „der erste Kuss und ich war Feuer und Flamme“, erinnert sie sich. Marion zog sogar zu ihm nach Paderborn, war schwer verliebt. „Er hat mir Geborgenheit vermittelt, war ein Beschützertyp.“ Doch berufsmäßig zog es den jungen Mann weiter. Die Verbindung riss ab, „aber für mich blieb es die große Liebe, vergessen konnte ich ihn nie“. Die Jahre vergingen, Marion hatte viele glücklose Beziehungen. 1993 heiratete sie, bekam zwei Kinder, die Ehe zerbrach wenige Jahre später. Für ihren schwerbehinderten Sohn sorgte sie viele Jahre allein.

In all den Jahren habe sie immer wieder an Michael gedacht, sagt die Lüneburgerin. Facebook machte es schließlich möglich, dass sie ihn wieder fand. „Ich bin fast an die Decke gesprungen vor Glück.“ Per Chat und Telefon tauschten sie sich über die vergangenen Jahre aus. Die alte Liebe blühte wieder auf. „Ich habe Marion schließlich gefragt, ob wir uns nicht über Skype sozusagen näher kommen könnten“, erzählt Mewitz. Doch dafür bräuchte die Lüneburgerin einen internetfähigen Computer. Sie hat das Geld nicht und auch Mewitz muss als Hartz-IV-Empfänger auf jeden Cent achten. „Wenn man seine Jugendliebe durch Zufall wiederfindet und sie wieder entflammt, versucht man alles, um ihr möglichst nahe zu sein“, sagt der Berliner. Seine Bitte an die Lüneburger: „Könnt Ihr einem Berliner helfen, dass seine Marion vielleicht einen Computer bekommt?“

Marion Skrotzki ist erreichbar unter Tel.: (0160) 93 81 43 51.

2 Kommentare

  1. Warum bettelt jemand, der ein Smartphone leistet, nach einem internetfähigem PC?
    Ich wünsche den beiden dennoch alles Gute!

  2. Ich frage mich, ob Marion überhaupt einen Internetanschluss hat, oder bislang nur telefon.