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Die beiden Tutorinnen Mona Rauer (l.) und Sonja Nägel haben Platz genommen in der "kommunikativen Ecke" und schauen internationale Nachrichten. Foto: be
Die beiden Tutorinnen Mona Rauer (l.) und Sonja Nägel haben Platz genommen in der "kommunikativen Ecke" und schauen internationale Nachrichten. Foto: be

Neue Technik löst Platzproblem

mm Lüneburg. Im Sprachen-Selbstlernzentrum an der Lüneburger Universität herrschte bis vor kurzem noch ein „großes Durcheinander“, sagt Dr. Ines Brünner, Leiterin der Zentraleinrichtung Moderne Sprachen. Für Studenten und Lehrende gab es zu wenig Platz. Das hat sich geändert. Es gibt jetzt mehr Bewegungsfreiheit, technische Neuerungen machen es möglich. Gestern wurde das umfunktionierte Zentrum offiziell eingeweiht.

„Durch den Einsatz neuer Technik haben wir unser Platzproblem gelöst“, beschreibt Ines Brünner die Modernisierung. In der Mitte des Raumes steht ein elektronisches Whiteboard. Dieses wirft über einen Beamer Lerninhalte an die Wand. „Das kommt bei Dozenten schon sehr gut an“, erzählt Brünner. Vorher war der Raum komplett mit einer U-förmigen Anordnung von Arbeitsplätzen ausgefüllt. Diese befinden sich jetzt an den Seiten.

Für eine angenehme Lernatmosphäre sorgen sollen eine mattgrüne und blassorange Wandfarbe – ausgewählt nach wissenschaftlichen Studien zur Lernförderung. Das Modernisierungsprojekt wurde durch Studienbeiträge finanziert. Kosten: um die 100 000 Euro.

Es gibt neue Tische, die in der Höhe verstellbar sind: „So können auch Rollstuhlfahrer bequem arbeiten“, verdeutlicht Brünner. Statt auf Holzstühlen sitzen die Studenten nun auf modernen Bürostühlen. An jedem Arbeitsplatz steht ein Bildschirm, in dem der jeweilige Computer integriert ist. Das sorgt für mehr Beinfreiheit beim Arbeiten. Durch eine Glasfront sind die Arbeitsplätze von der „kommunikativen Ecke“ getrennt. Hier können Studenten entspannen und in Gruppen arbeiten. Sessel stehen bereit, zwischen Lehrbüchern, fremdsprachigen Zeitschriften und Lexika hängt ein Flachbildfernseher, über den internationale Nachrichten geschaut werden können. Zusätzlich gibt’s eine Auswahl an Filmen in verschiedenen Sprachen. Hier halten sich auch die Tutoren auf. Sie sind Ansprechpartner für Studenten bei Fragen zu Lehrmaterialen oder Sprach-Eignungstests. Auch die Lehrbuchsammlung wurde aufgestockt. Der gesamte Medienbestand kann mit einem Barcodescanner digitalisert werden, so können die Studenten auch von außerhalb der Uni darauf zugreifen.

Beim Umbau des Sprachenzentrums habe die Internationalisierung im Vordergrund gestanden, erklärt Dr. Maria Moss, die Englisch lehrt. Ausdruck dafür ist beispielsweise, dass die Studenten während der Lerneinheiten mit ihren Kommilitonen an ausländischen Partneruniversitäten skypen, also per Bildtelefon in Kontakt treten können.

Das passt zum neu definierten Konzept der Einrichtung. Außer der Sprachkompetenz soll gleichzeitig die Medienkompetenz gefördert werden.