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Eine Treppe führt an der Goseburgstraße direkt an die Gleise, ohne jegliche Sicherung. Nachbarn finden das gefährlich. F: ca
Eine Treppe führt an der Goseburgstraße direkt an die Gleise, ohne jegliche Sicherung. Nachbarn finden das gefährlich. F: ca

Mehr Sicherheit an der Bahnstrecke

ca Lüneburg. Der Einsatz von Peter Jankowski zeigt Wirkung, die Bahn will ihre Gleise in der Goseburg besser sichern. Das bestätigt der Hamburger Konzernsprecher Egbert Meyer-Lovis. Es geht um zwei Treppen, über die etwa Kinder und Jugendliche direkt an die Hauptstrecke Hamburg-Hannover gelangen können. Die eine liegt an der Goseburgstraße direkt gegenüber dem Werk von Johnson Controls, die zweite, und wohl deutlich riskantere, in Höhe des Sportplatzes an der Fußgängerunterführung, die Zeltberg und Goseburg verbindet. Jankowski hatte sich zunächst vergeblich an die Bahn gewandt und dann die LZ eingeschaltet.

Wie berichtet, hat die Bahn mit dem Bau des sogenannten Dritten Gleises auch Lärmschutzwände an die Trasse gesetzt. An den genannten Stellen entstanden Fluchtwege, allerdings ohne eine Absicherung, sodass man ohne Mühe an die Gleise gelangen kann, auf denen Züge mit weit mehr als 100 Kilometern pro Stunde fahren. Jankowski macht sich Sorgen etwa um Schulkinder, welche die Gefahr missachten könnten. Zudem gibt es in diesem Bereich Fluchttüren in den Lärmschutzwänden, die sich allerdings nur von der Gleisseite her öffnen lassen.

Im Rathaus teilt man die Bedenken Jankowskis und anderer Anwohner, die Stadt hat die Bahn gebeten, nach einer Lösung zu suchen. Die hatte sich zunächst auf den Standpunkt gestellt, sie könnte ihre Gleise nicht überall sichern, dazu sei sie rechtlich auch nicht verpflichtet. Nun hat offensichtlich ein Umdenken eingesetzt. Unternehmenssprecher Meyer-Lovis sagt: „Im Sinne der guten Nachbarschaft zur Hansestadt Lüneburg gibt es derzeit Überlegungen, Tore einzubauen. Wir müssen jedoch erst planerisch prüfen, ob und wie unter den vorhandenen Rand- und Rahmenbedingungen ein Einbau funktionieren kann.“ Es könne also noch etwas dauern, bis Handwerker anrücken, um die neuralgischen Punkte zu entschärfen.