Donnerstag , 8. Dezember 2016
Aktuell
Home | Lokales | Lüneburg | Turmfalken sahnen für Spielplatz-Test Preis ab
Taugen die Geräte was? Sind sie überhaupt sicher? Das und mehr haben die Turmfalken unter anderem hier auf dem Spielplatz im Kurpark getestet.
Foto: A/t&w
Taugen die Geräte was? Sind sie überhaupt sicher? Das und mehr haben die Turmfalken unter anderem hier auf dem Spielplatz im Kurpark getestet. Foto: A/t&w

Turmfalken sahnen für Spielplatz-Test Preis ab

ahe Lüneburg. Toller Erfolg für die Mobile Medienarbeit der Falken und ihren Spielplatztest. Die Lüneburger sind unter den drei Preisträgern des Niedersächsischen Kinder-haben-Rechte-Preises 2013. Die Auszeichnung wird jedes Jahr an Projekte und Institutionen für ihren gelungenen Einsatz für Kinderrechte verliehen. Das Motto lautete diesmal „Zugang zu Informationen fördern – Medienkompetenz stärken“.

Im vorigen Jahr hatten die „Turmfalken“, eine Gruppe der Sozialistischen Jugend und des Projekts Mobile Medienarbeit, Lüneburger Spielplätze getestet (LZ berichtete). Nicht bloß, um selbst zu wissen, wo es besonders viel Spaß macht, die Freizeit zu verbringen, sondern auch, um anderen Kindern eine Hilfestellung zu geben. Denn die Ergebnisse sind anklickbar auf einem virtuellen Stadtplan im Internet. Dort gibt es von den Kindern geführte Interviews, ihre Fotos zum jeweiligen Spielplatz und den Bewertungsbogen. Nutzer können die Urteile auch kommentieren.

„Mit dieser Auszeichnung wird sowohl das jahrelange Engagement der Mobilen Medienarbeit, als auch im Speziellen das der aktiven Kids für den Spielplatztest gewürdigt“, freut sich Georg Gunkel-Schwaderer, Bildungsreferent für den Jugendverband in Nordniedersachsen. Das Projekt sei „eine sehr gute Verknüpfung der Aktivitäten der Kinder, ihr besonderer Blick auf ihre Lebenswelt und die gekonnte Nutzung des Internets zur Publikation ihrer Ergebnisse“. Seit 2008 hätten die Turmfalken bereits 13 Spielplätze getestet – einige davon sogar schon mehrfach.

Es gebe landesweit nur wenig Mobile Medienarbeit und die dahinter stehenden Initiativen und Vereine „hangeln sich meist von einer Kurzzeit-Projektförderung zur nächsten. Es gibt keine institutionelle, verlässliche und nachhaltige Förderung dieser Arbeit“, moniert Gunkel-Schwaderer.

Die Preisverleihung findet am 15. November, zum Tag der Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention, in Hannover statt. „Natürlich werden wir mit den Kindern hinfahren“, sagt Gunkel-Schwaderer. Bis dahin sei aber noch geheim, ob die Turmfalken auf dem ersten, zweiten oder dritten Platz landen. 2000 Euro Preisgeld haben sie aber schon sicher, im Idealfall werden es gar 4000 Euro.