Aktuell
Home | Lokales | Lüneburg | Stadtarchiv digitalisiert Lüneburger Filmgeschichte
Die Enthüllung des Johanna-Stegen-Denkmals am 2. April 1913 ist das älteste im Bewegtbild festgehaltene Ereignis Lüneburgs. Foto: Stadtarchiv
Die Enthüllung des Johanna-Stegen-Denkmals am 2. April 1913 ist das älteste im Bewegtbild festgehaltene Ereignis Lüneburgs. Foto: Stadtarchiv

Stadtarchiv digitalisiert Lüneburger Filmgeschichte

ca Lüneburg. Einen Stadtbummel durch das Lüneburg von 1950 und 1970, dramatische Minuten aus dem Jahr 1959, als der ,,Feuerteufel Rademacher“, das Alte Kaufhaus im Wasserviertel ansteckte, oder gar Hundert Jahre zurück an die Bastion: 1913 enthüllte der damalige Oberbürgermeister Georg König das Denkmal für Johanna Stegen, die in den Befreiungskriegen 1813 eine große Rolle für Lüneburg gespielt haben soll — das Stadtarchiv lädt Freitag und Sonnabend, 8. und 9. November, zu einer besonderen Zeitreise ein und geht gleichzeitig auf ,,Beutefang“. Die Mitarbeiter Danny Kolbe und Susanne Altenburger und ihre Kollegen bieten Interessierten in Zusammenarbeit mit einer Spezialfirma an, alte Filme zu digitalisieren. Kostenpunkt: Für Super-8- und Normal-8-Filme sind ein Euro pro Minute fällig, für VHS-Kassetten zehn Euro pro Stunde.

Kolbe sagt: ,,Handelt es sich nicht um einen Privat-Film ohne Bezug zu Lüneburg, sondern um Aufnahmen, die das Leben der Lüneburger Bevölkerung dokumentieren, dann können unter Umständen die Kosten übernommen werden.“ Denn das Stadtarchiv hätte gerne Kopien der Aufnahmen, um die Alltagsgeschichte Lüneburgs zu dokumentieren Eine ähnliche Aktion im August hatte regen Anklang gefunden. Es habe sich für die Bürger, aber auch für das Stadtarchiv gelohnt, berichtet Kolbe. Denn der Archivar konnte eben auch bewegte Bilder für sein Haus sichern. Manche der Filme sollen nun gezeigt werden. Da das Archiv nur über einen überschaubaren Etat verfügt, die „Kopiertage“ aber Geld verschlingen, bittet Kolbe um Spenden: Hansestadt Lüneburg, Konto-Nr. 554 bei der Sparkasse Lüneburg (BLZ 24050110), Verwendungszweck Spende Stadtarchiv. Wer teilnehmen möchte, meldet sich vorher an unter stadtarchiv@stadt.lueneburg.de oder unter 3093226.

(function(d, s, id) { var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0]; if (d.getElementById(id)) return; js = d.createElement(s); js.id = id; js.src = „//connect.facebook.net/de_DE/all.js#xfbml=1“; fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs); }(document, ’script‘, ‚facebook-jssdk‘));

Auf insgesamt fünf Regalkilometern sammelt das Lüneburger Stadtarchiv die Schätze der Vergangenheit. Dazu gehören:

3 Kommentare

  1. Wenn die Kopiertage „Geld verschlingen“, müssten nach meinen bescheidenen kaufmännischen Kenntnissen die Kopierkosten entsprechend angehoben werden. Und wenn es um das Kopieren von Material mit Lüneburgbezug geht, würde ich empfehlen, die Filmdokumente durch das Stadtarchiv als DVD zu vertreiben. Neben den Urheberrechtsinhabern würden dadurch dem Archiv Einnahmen zukommen. Vielleicht könnte auch einTeil des Verkaufspreises als Spende ausgewiesen sein. Ich wäre schon mal ein sicherer Kunde. Und die Gestaltung würde ich (Grafiker) sogar noch honorarfrei als Spende übernehmen.

  2. Tatsächlich entstehen dem Stadtarchiv durch die Digitalisierungstage keine Kosten. Vielmehr bezog sich der Spendenaufruf auf die Digitalisierungskosten zum Beispiel für den kompletten Film von der Jahrhundertfeier Am Sande und der Enthüllung des Johanna-Stegen-Denkmals 1913, der im Stadtarchiv im Original vorliegt.
    Wer also den Film in seiner vollen Länge von 1,5 Minuten sehen möchte, wird aufgerufen, sich mit einer Spende an den Digitalisierungskosten zu beteiligen.
    Nahezu jedes Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts kann durch Lüneburg-Filme im Stadtarchiv zum Leben erweckt werden. Und nach einer Digitalisierung wäre dann auch ein Vertrieb „Lüneburger Filmschätze“ auf DVD möglich. Über Ihr Angebot, für das ich mich schon jetzt bedanke, können wir uns gerne einmal im Stadtarchiv unterhalten.

  3. Ein sehr interessanter Gedanke. Ich hätte dann auch Interesse an einer DVD.