Dienstag , 27. September 2016
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So ist Marcus Bluhm aktuell auf den Bildschirmen zu sehen: Er spielt in den "Roten Rosen" den Airliner Malte Neumann. Zuvor stand er als Georg VI. auf der Bühne - die Rolle brachte ihm den Preis ein. Foto: ard/Thorsten Jander
So ist Marcus Bluhm aktuell auf den Bildschirmen zu sehen: Er spielt in den "Roten Rosen" den Airliner Malte Neumann. Zuvor stand er als Georg VI. auf der Bühne - die Rolle brachte ihm den Preis ein. Foto: ard/Thorsten Jander

Theater ehren neuen Rosen-Star

rast Lüneburg. Er ist gerade erst als einer der neuen Hauptdarsteller im Lüneburger TV-Hit „Rote Rosen“ auf den Bildschirmen zu sehen, erreicht damit ein großes Publikum – aktuell schalten rund 1,6 Millionen Menschen täglich um 14.10 Uhr die ARD ein. Doch Marcus Bluhm, der den charmanten und sehr von sich überzeugten Piloten Malte Neumann spielt, sieht sich selbst als „Mann des Theaters“, wie er im LZ-Gespräch betont. Und als solcher erhielt er eine renommierte Auszeichnung: Montagabend wurde er in Alma Hoppes Lustspielhaus mit dem Rolf-Mares-Preis der Hamburger Theater für seine Hauptrolle in der Michael-Bogdanov-Inszenierung „The King’s Speech“ am St. Pauli Theater als „herausragender Darsteller“ geehrt.

Marcus Bluhm strahlt, zeigt dabei aber auch Bescheidenheit: „Ich freue mich außerordentlich über diese renommierte Auszeichnung der Hamburger Theater. Gleichzeitig halte ich es in unserem Beruf für wichtig, nicht die Bodenhaftung zu verlieren und in jeder Rolle das Optimum für das Publikum abzuliefern, ob auf der Bühne oder wie eben jetzt für die Rosen vor der Kamera.“ Für den sympathischen Akteur, der in der Nähe von Berlin lebt, viel an Hamburger Theatern agiert und nun elf Monate lang für die Rosen täglich nach Lüneburg pendelt, war es nicht die erste Ehrung: Bereits 1991 erhielt er den Boy-Gobert-Preis der Körber-Stiftung. Nach seiner Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg arbeitete Marcus Bluhm unter anderem auch an der Freien Volksbühne Berlin und am Wiener Burgtheater, spielte unter Regisseuren wie Peter Zadek und Hans Neuenfels. Nebenbei tauchte er auch immer wieder im Fernsehen auf, war beispielsweise in Serien wie „Der Fürst und das Mädchen“ und „Die Albertis“ zu sehen, hatte auch Episodenrollen in Krimis wie „Polizeiruf 110“ oder „Ein starkes Team“.

Mit dem Rolf-Mares-Preis zeichnen die Hamburger Theater seit 2006 jedes Jahr die besten Künstlerinnen und Künstler für herausragende künstlerische Leistungen auf den Bühnen der Hansestadt aus. Eine Jury wählt jeweils drei Künstlerinnen und Künstler in vier Kategorien aus (siehe unten). Zusätzlich wird ein Sonderpreis für langjährige außergewöhnliche Leistungen im Hamburger Theaterleben vergeben. Den erhielt Nils Loenicker (Kabarettist, Theaterleiter Alma Hoppes Lustspielhaus), der mit entscheidenden Impulsen vor zehn Jahren die Hamburger Theaternacht initiierte.