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4900 Quadratmeter groß ist das Grundstück, das hinter einem Gebäudekomplex parallel zur Soltauer Straße verläuft. Im Bauausschuss der Stadt soll dafür nun der Bebauungsplan aufgestellt werden, denn der DRK-Ortsverein Lüneburg plant dort den Bau einer Seniorenwohnanlage für betreutes Wohnen.
Foto: be
4900 Quadratmeter groß ist das Grundstück, das hinter einem Gebäudekomplex parallel zur Soltauer Straße verläuft. Im Bauausschuss der Stadt soll dafür nun der Bebauungsplan aufgestellt werden, denn der DRK-Ortsverein Lüneburg plant dort den Bau einer Seniorenwohnanlage für betreutes Wohnen. Foto: be

Neue Pläne für Senioren-Projekt

as Lüneburg. Die Idee für das Projekt bewegt den DRK-Ortsverein schon seit mehreren Jahren, nun soll es umgesetzt werden. Auf dem ehemaligen Gelände der Firma Frido Anders an der Soltauer Straße soll eine Seniorenwohnanlage für betreutes Wohnen entstehen. Im Bauauschuss, der am Montag, 28. Oktober, von 15 Uhr an im Traubensaal tagt, steht die Aufstellung für den Bebauungsplan des 4900 Quadratmeter großen Areals auf der Tagesordnung.

Auf LZ-Anfrage sagte Birte Schellmann, Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Lüneburg: „Wir stehen noch im Planungsprozess, möchten zu diesem Zeitpunkt nicht mit allen Details an die Öffentlichkeit gehen. Wir wollen keine Hoffnungen erwecken, ohne dass alles abgesichert ist.“

Wie berichtet, hatte bereits vor fünf Jahren der damalige DRK-Ortsvereinsvorsitzende Dr. Reiner Faulhaber eine DRK-Service-Wohnanlage für Senioren öffentlich angekündigt, die viele Interessenten fand. Die Mitgliederversammlung stimmte aber dann dagegen. Faulhaber warf das Handtuch, weil er die Entscheidung für unverantwortlich hielt. Auch andere Vorstandsmitglieder traten zurück.

Für die nun geplante Seniorenanlage für betreutes Wohnen habe man im Vorfeld ermittelt, welcher Bedarf in Lüneburg bestehe, was Senioren sich wünschen und wie Wohnungen aussehen sollen, berichtet Birte Schellmann. Dabei habe sich ein bundesweiter Trend bestätigt, dass viele ältere Menschen möglichst lange in ihrer eigenen Wohnung bleiben und dabei gut versorgt sein möchten. „Wir möchten eine Alternative zu Seniorenheimen bieten.“ Bei der Umsetzung sei aber Dreh- und Angelpunkt die Wirtschaftlichkeitsrechnung, „die muss sicher sein“, betont Schellmann.

Für die Planung des Projektes wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, der die Pflegedienstleitung und eine gerontopsychologische Fachkraft angehören, die sich mit den Bedürfnissen unterschiedlicher Seniorengruppen auskennen. Diese arbeiten mit dem Architekten, einem Vorstandsmitglied sowie einem wirtschaftlichen Berater zusammen. Gemeinsam richte man den Blick auf den Bebauungsplan, der nun angeschoben wird, da er den Rahmen vorgibt, was dort entstehen kann.

So viel lässt sich aber schon sagen: Mehr als 45 Wohnungen unterschiedlicher Größe, die hochwertig, barrierefrei, behindertengerecht und trotzdem bezahlbar sind, sollen um einen Innenhof entstehen. Angesiedelt im Haus wird das DRK mit einem ambulanten Betreuungszentrum sein. Der Standort des Projekts bietet Senioren viele Vorteile: Er ist zentrumsnah, in direkter Nähe befinden sich Einkaufsmärkte, Kurpark, Salztherme Lüneburg und Theater sind fußläufig zu erreichen.

Weiteres Thema im Bauausschuss ist die Änderung des Bebauungsplans „Wallstraße“. Wie berichtet, plant die Lüneburger Wohnungsbaugesellschaft (Lüwobau) auf dem ehemaligen Gelände der St. Ursulaschule den Bau von 30 Seniorenwohnungen. Damit es im ersten Halbjahr 2014 losgehen kann, werden jetzt die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen.

Außerdem geht es um die geplante neue Fußgängerbrücke über die Ilmenau an der ehemaligen Nordlandhalle. Eigentlich sollte sie bereits im Frühjahr gebaut werden, doch dann kam es zu Verzögerungen. Zuletzt hieß es seitens der Stadt, dass die Brücke im Herbst fertig sein solle.