Mittwoch , 28. September 2016
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Hubert Meißner, Andreas Meihsies und Ulrich Löb (v.l.) haben schon mal den Zollstock rausgeholt, um im Einmündungsbereich der Lüner Straße nachzumessen. Vier Parkplätze müssten ihrer Meinung nach weichen. Foto: nh
Hubert Meißner, Andreas Meihsies und Ulrich Löb (v.l.) haben schon mal den Zollstock rausgeholt, um im Einmündungsbereich der Lüner Straße nachzumessen. Vier Parkplätze müssten ihrer Meinung nach weichen. Foto: nh

Parkraum soll Rädern weichen

ahe Lüneburg. Der erste Schritt ist gerade umgesetzt, den zweiten aber haben Andreas Meihsies und Ulrich Löb von den Grünen sowie Hubert Meißner (SPD) bereits fest im Blick: Radfahrer sollen die Lüner Straße bald komplett in beiden Richtungen befahren dürfen. Schon heute gebe es viele Lüneburger, die das eh schon machen, mit der Freigabe des oberen Abschnitts würde dieser Ist-Zustand dann legalisiert. Die Voraussetzung: Einige Parkplätze an der Einmündung müssten verschwinden.

Wie berichtet, ist es Radfahrern in der Lüner Straße seit kurzem erlaubt, entgegen der Einbahnstraßenregelung vom Stint kommend bis zur Rotehahnstraße zu fahren. Eine Gesetzesnovelle machte möglich, wofür die Grünen laut Meihsies seit 15 Jahren gekämpft haben. Auch die SPD habe sich dafür starkgemacht, erinnerte Meißner, aber die Stadtverwaltung hatte stets ihr Veto eingelegt. Erst die Gesetzesänderung löste diese formalen Fesseln.

Im oberen Abschnitt entlang der Nicolaikirche aber bleibt das Radeln vorerst nur in die Einbahnstraßenrichtung erlaubt. Die geringe Fahrbahnbreite, die schlechte Sicht in Richtung Bardowicker Straße und Autofahrer, die bei der Einfahrt in die Lüner Straße die Kurve schneiden – all das gefährde die Sicherheit. „Und wir wollen eine unfallträchtige Gefahr nicht legalisieren, nur weil viele sich nicht ans das Verbot halten“, sagt Meihsies. Deshalb soll Teil 2 der Freigabe erst im Zuge der Umgestaltung der Bardowicker Straße erfolgen.

Das Trio aus dem Rat hat schon mal den Zollstock rausgeholt, um im Einmündungsbereich nachzumessen. Löb, Vorsitzender des Verkehrsausschusses, sagt: „Vier Parkplätze müssten weg. Die könnten vielleicht zur Kirche hin verlegt werden, da müsste man mal mit der Gemeinde sprechen.“ Gleichzeitig könnte man den Verkehr schon durch eine Mittelinsel in der Bardowicker Straße dazu zwingen, beim Einbiegen in die Lüner Straße weiter auszuholen.

Zeit genug für die Detailplanung gibt es, die Umgestaltung der Bardowicker Straße dürfte nicht vor 2016 erfolgen.