Aktuell
Home | Lokales | Lüneburg | Radfahren soll sicherer werden
An der Dahlenburger Landstraße plant die Stadt in Höhe der Einmündung Pulverweg eine Verkehrsinsel. Es ist nur eine von mehreren geplanten baulichen Veränderungen für Radfahrer im nächsten Jahr. Foto: t&w
An der Dahlenburger Landstraße plant die Stadt in Höhe der Einmündung Pulverweg eine Verkehrsinsel. Es ist nur eine von mehreren geplanten baulichen Veränderungen für Radfahrer im nächsten Jahr. Foto: t&w

Radfahren soll sicherer werden

as Lüneburg. Eine Menge vorgenommen hatte sich die Stadt für den Ausbau und die Sanierung von Radwegen in diesem Jahr. Insgesamt 704 000 Euro waren dafür im Etat 2013 eingestellt. Doch die Stadt wird am 31. Dezember längst nicht alles ausgegeben haben, aufgrund voller Auftragsbücher der Bauunternehmen und konjunkturbedingt hoher Preise wird ein Teil der Arbeiten erst im nächsten Frühjahr umgesetzt werden können, kündigt die Verwaltung an. Dazu gehören unter anderem die Brücke über die Wendlandbahn im Tiergarten sowie die Radwege und der Neubau der Brücke im Lüner Holz. Was in diesem Jahr noch umgesetzt wird und welche Projekte außerdem 2014 angefasst werden sollen, das ist Thema im Verkehrsausschuss. Er tagt heute, Montag, von 16 Uhr an im Huldigungssaal des Rathauses.

Bereits angelaufen sind die Arbeiten für den Rückbau des Radweges auf der Westseite der Roten Straße zwischen Wallstraße und Friedensstraße, er soll auf die Fahrbahn verlagert werden. Abgeschlossen ist inzwischen auch die Verlegung des Radverkehrs in einem Teilbereich der Hamburger Straße auf einen Radfahrstreifen auf der Fahrbahn. Der große Ausbau der Radwege dieser Straße, deren schlechter Zustand von Bürgern seit Jahren beklagt wird, muss noch warten, hieß es im Juni im Ausschuss.

Für 2014 ist der Topf für Umbau, Neubau sowie Unterhaltungsmaßnahmen von Radwegen mit 650 000 Euro gefüllt. Das entspreche einem Betrag von 9 Euro je Einwohner, 2012 waren es 9,70 Euro, 2011 nur 5,70 Euro, rechnet die Verwaltung vor. Folgende Projekte sollen damit umgesetzt werden:

Dahlenburger Landstraße: Zur Entschärfung des Unfallschwerpunktes an der Einmündung Pulverweg soll eine Verkehrsinsel gebaut werden. Langfristig soll in dem Bereich die Führung des Radverkehrs geändert werden, das Wie hänge von der Weiterentwicklung des Lucia-Geländes ab.

Dahlenburger Landstraße, Südseite: In einem ersten Bauabschnitt soll der Radverkehr vom dem maroden Radweg zwischen Theodor-Heuss-Straße und dem Toten Weg bei der KVG als Radfahrstreifen auf die Fahrbahn verlegt werden.

Willy-Brandt-Straße: Der marode Asphaltradweg zwischen Feldstraße und der neuen Bushaltestelle am Uni-Standort Rotes Feld soll auf einer Länge von 170 Metern durch einen vier Meter breiten gemeinsamen Geh- und Radweg ersetzt werden.

Altenbrückertorstraße: Zwischen Ilmenaustraße und Scharff-Kreuzung soll die Fahrbahn in Richtung neues Museum verschwenkt werden. Dadurch entsteht auf beiden Seiten mehr Platz für getrennten Rad- und Fußgängerverkehr.

Ilmenauuferweg: Bau eines unbefestigten Geh- und Radweges entlang dem Lösegraben zwischen der neuen Zufahrt des Neubaugebietes An der Wittenberger Bahn und Altenbrückertorstraße.

Lösewehrgraben: Bau eines Geh- und Radweges über den Löesewehrgraben, der eine Verbindung schafft vom Neubaugebiet An der Wittenberger Bahn in die Innenstadt.

5 Kommentare

  1. Damit Radfahren sicherer wird, müssten sich die Radfahrer mal an einfach Regeln wie „rechts vor links“ oder „auf der rechten Fahrbahnseite fahren“ halten. Auch Licht sehe ich selten an den Fahrrädern, und gefahren wird überall, egal ob Fuß- oder Radweg. Siehe Kurpark, die Situation dort ist unerträglich, die Radfahrer fahren alles und jeden mit Karacho um, auch Hunde, und meckern dann noch herum, obwohl es sich dort um Gehwege bzw. Geh- und Radwege mit Vorrecht der Fußgänger handelt. Interessiert die Radfahrer nicht, sie donnern überall rüber, absteigen geht auch nicht mehr, und an Zebrastreifen wird grundsätzlich sowieso nicht mehr abgestiegen. Ich verstehe nicht, warum die Polizei nicht mit mehr Kontrollen eingreift. Sobald ich meinen Hund ohne Leine im „neuen“ Kurpark laufen lasse, werde ich angemeckert und bekomme möglicherweise noch ein Bußgeld vom Ordnungsamt. Ich zahle Hundesteuer, Radfahrer zahlen keine Fahrradsteuer.

  2. Man wird ja sowieso schon nie wahrgenommen als Radfahrer. Und dann auch noch wichtige Radwege auf die Fahrbahn verlegen?
    Kommt super im Winter, wenn der Räumdienst mal wieder nicht hinterherkommt, und die Radfahrer sich dann die geräumte Fläche mit den Autofahrern teilen dürfen!

  3. Die allermeisten Radwege in Lüneburg (und anderswo) haben keine Fehler- Sie SIND der Fehler.
    Fahrrad ist Fahrzeug. Fahrzeug fährt Fahrbahn!

  4. Das Thema Kurpark ist doch aber ein ganz anderes!
    Und die Hundesteuer braucht man nicht zu diskutieren in dem Rahmen, der Vergleich hinkt gewaltig.

  5. Ich kann Katharina nur beipflichten. Im Gegensatz zu anderen Straßen ist die Dahlenburger Landstraße sehr unübersichtlich. Es befinden sich dort viele Geschäfte in Kombination mit einer hochfrequentierten Ausfallstraße. Andererseits gibt es dort relativ breite Geh- und Radwege.

    Ich bin froh, dort kein Kind an einer Schule zu haben. Persönlich werde ich dann da nicht mehr Rad fahren und lieber Umwege einplanen oder mein Auto nehmen.

    PS: Auch Mina hat recht, was die Rücksichtlosigkeit der Radfahrer betrifft. Ähnliche Erfahrungen mache ich auch in der Bäcker- und Grapengießerstraße sonntags oder werktags vor 10 Uhr und abends. Aber das ist ein anderes Thema.