Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Alles eine Frage der Breite

as Lüneburg. Eng wird es 2015 im Bereich der Bahnbrücke an der Bleckeder Landstraße, weil die Brücke dann erneuert und verbreitert werden soll. Zwei Jahre später will die Bahn dann die Brücke über die Lünertorstraße erneuern. Nachdem Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau, das Projekt bereits im Bauausschuss vorgestellt hatte, beschäftigte sich jetzt der Verkehrsausschuss damit. Dabei stand im Fokus der Diskussion die Breite der Brücken. Claudia Schmidt, Grüne, plädierte dafür: „Entweder beide breiter und mit Linksabbiegespur oder keine.“

Uta Hesebeck erläuterte, dass beide Brücken „abgängig“ sind, die Bahn sie erneuern muss. Die Durchfahrtshöhe soll bei beiden künftig 4,50 Meter sein. Die Breite für die Brücke über die Bleckeder Landstraße ist mit 18,45 Meter geplant, weil die Stadt die Straße um eine Linksabbiegespur Richtung Bahnhofstraße ergänzen, Gehwege neu gestalten und Radfahrstreifen auf jeder Seite einrichten möchte. Die Brücke über die Lünertorstraße soll dagegen nur 15,20 Meter breit werden. Laut Verkehrsdezernent Markus Moßmann gibt es einen Beschluss des Rates für Höhe und Breite der Brücken. Die Stadt geht nun in Verhandlungen mit der Bahn über eine sogenannte Kreuzungsvereinbarung. Dabei geht es darum, welche Kosten die Stadt und die Bahn bei dem Projekt für die Straße und Brücke tragen müssen.

Dr. Gerhard Scharf (CDU) stellte sich hinter die Argumentation der Verwaltung, dass die breitere Variante für die Brücke über die Bleckeder Landstraße sinnig sei, damit eine Linksabbiegespur eingerichtet werden kann. Denn durch das Hanseviertel ist künftig mit noch mehr Verkehr auf der Bleckeder Landstraße zu rechnen. Moßmann machte deutlich, dass durch den Linksabbieger der Verkehrsfluss beschleunigt werden könnte. Claudia Schmidt hielt dagegen: „Die Linksabbiegespur erschließt sich mir nicht, die wollen doch nicht alle zum Bahnhof.“ Vielmehr staue sich der Verkehr doch eher kurz vor der Scholze-Kreuzung. Sie plädierte dafür, dass dann auch eine Linksabbiegespur im Bereich der Brücke Lünertorstraße entstehen sollte. „Denn am Altenbrückerdamm entsteht ebenfalls ein Neubaugebiet.“ Claudia Schmidt findet: Entweder an beiden Punkten Linksabbieger oder gar keine.

Der Ausschussvorsitzende Ulrich Löb (Grüne) teilte die Meinung seines Fraktionskollegen Ulrich Blanck, dass mit der Dreispurigkeit im Bereich der Bleckeder Brücke gute Voraussetzungen für die Zukunft geschaffen würden. Blanck führte dazu den Ausbau der Dahlenburger Landstraße im Rahmen der dortigen Brückenerneuerung an, der für einen besseren Verkehrsfluss gesorgt hat. Löb: „Eigentlich müsste man dann aber auch die Brücke über die Lünertorstraße entsprechend ausbauen. Allerdings kommt es darauf an, was die Verhandlungen zwischen Stadt und Bahn ergeben.“ Auch Dr. Scharf sah im Rahmen der Diskussion gute Gründe, beide Brücken „gleich breit zu machen“.

Verkehrsdezernent Moßmann machte allerdings deutlich: „Das Problematische an der Brücke über die Lünertorstraße ist, dass es danach nicht dreispurig weiter gehen kann. Er nahm auch Stellung zu einer Vermutung von Helmut Dammann, der als beratendes Mitglied des BUND im Ausschuss sitzt, dass die geplante Durchfahrtshöhe der Brücken von 4,50 Meter nur dazu diene, um eine Umleitungsstrecke für die künftige A39 zu schaffen. Moßmann: „Die Umleitungsverkehre sollen weitläufig um die Stadt geschehen.“ Dafür werde sich die Stadt einsetzen.