Dienstag , 27. September 2016
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Geplant war, dass die Buslinie 5015 durch den Hinrik-Lange-Weg geführt werden sollte. Einem entsprechenden Vorschlag der Verwaltung hatte der Verkehrsausschuss zugestimmt. Nun soll das Thema neu diskutiert werden, schlug Dr. Gerhard Scharf (CDU) im Ausschuss vor. Foto: t&w
Geplant war, dass die Buslinie 5015 durch den Hinrik-Lange-Weg geführt werden sollte. Einem entsprechenden Vorschlag der Verwaltung hatte der Verkehrsausschuss zugestimmt. Nun soll das Thema neu diskutiert werden, schlug Dr. Gerhard Scharf (CDU) im Ausschuss vor. Foto: t&w

Buslinie 5015 nimmt ganz neu Fahrt auf

as Lüneburg. Einstimmig hatte der Verkehrsausschuss Ende September dafür votiert, dass die Buslinie 5015 ab Dezember 2014 bei ihrer Fahrt durch das Neubaugebiet Hanseviertel durch den geplanten Hinrik-Lange-Weg fahren soll. CDU-Mann Dr. Gerhard Scharf kam jetzt ins Grübeln: „Ich bin von vielen Bürgern angesprochen worden. Ich frage mich, ob wir das Thema genug diskutiert haben und ob man das Gebiet nicht nur entlang der Bleckeder Landstraße anfahren sollte“, sagte er jetzt im Verkehrsausschuss. Hintergrund ist eine gemeinsame Unterschriftenaktion von Anwohnern des Hinrik-Lange-Weges und der Hansestraße. Sie lehnen die geplante Busführung der Linie 5015 quer durch das Hanseviertel ab.

Damit nimmt das Thema des Linienverlaufs noch einmal ganz neu Fahrt auf. Wie berichtet, hatte die Stadt die geplante Route bereits Ende Januar bei einer Bürgerversammlung im Hanseviertel vorgestellt und erklärt, dass Poller installiert werden sollten, damit nur Busse durch den Hinrik-Lange-Weg fahren können. Anwohner des Weges äußerten Bedenken gegen die Linienführung im Februar, sie plädierten alternativ dafür, diese auf den Kloster-Lüne-Weg und die Hansestraße zu verlegen. Bei der Sitzung des Verkehrsausschusses Ende September erklärte dann Verkehrsdezernent Markus Moßmann, dass es auch eine Unterschriftenliste von Anwohnern der Hansestraße gebe, die sich dafür aussprachen, dass die Linie 5015 über den Hinrik-Lange-Weg gehen soll – gemäß dem Vorschlag der Verwaltung.

Die hatte auch darauf hingewiesen, dass eine Führung über die Hansestraße einen 570 Meter langen Umweg sowie eine Verlängerung der Reisezeit bedeute. Bei einem 30-Minuten-Takt addiere sich das zu 11 000 zusätzlichen Kilometern und damit 31 000 Euro Mehrkosten pro Jahr, die die Stadt der KVG erstatten müsste. Demgegenüber stünden einmalige Investitionskosten von 135 000 Euro für die Herstellung der Linienführung inklusive Poller über den Hinrik-Lange-Weg.

Der Verwaltungsvorschlag bezüglich der Linienführung der 5015 sei gut, meinte damals Heiko Dörbaum (SPD), zumal die Anwohner des Hinrik-Lange-Weges nur vom Busverkehr im 30-Minuten-Takt belastet seien, ergänzte Fraktionskollege Hubert Meißner. Und überraschend für Häuslebauer sei diese Variante nicht, da sie bereits im Bebauungsplan verankert sei, machten Moßmann und Politiker deutlich.

Anwohner des Hinrik-Lange-Weges und der Hansestraße lehnen die Linienführung durch das Hanseviertel – nämlich Tartuer Straße, Hansestraße und Hinrik-Lange-Weg – nun unter anderem aus folgenden Gründen ab: Der Hinrik-Lange-Weg sei nur sechs Meter breit, verfüge über keine Gehwege. Der alte Bebauungsplan von 2003 habe noch Stichstraßen vorgesehen, die der Verdichtung zum Opfer gefallen seien. Gefahr für Kinder und andere Fußgänger gehe nicht nur von den Bussen aus, sondern auch von Roller- und Mofafahrern, die die Strecke zur Abkürzung nutzen würden. Außerdem sehen sie nicht unbeachtliche Kosten für den Bau der Straße nebst Polleranlage. Und der Grünstreifen zwischen Wohngebiet und Meisterweg werde durch die Linienführung durchschnitten.

Verkehrsdezernent Markus Moßmann erklärte, man sei im Gespräch mit verschiedenen Anwohnern des Hanseviertels. Im Übrigen stehe die Maßnahme frühestens im kommenden Frühjahr an.